Gitzo, Vanguard & Manfrotto
Carbonara


Metallstative sind zwar robust und quasi unkaputtbar, doch aufgrund des relativ hohen Gewichts eignen sich die Dreibeine aus Aluminium und Co. nicht unbedingt für den mobilen Einsatz. Carbon dagegen ist der Werkstoff für zeitgemäß leichte und stabile Stative.

Die Ocean-Stative von Gitzo wurden für den Outdooreinsatz konzipiert und zeichnen sich vor allem durch ihre Widerstandsfähigkeit aus. Um das Eindringen von Schmutz und Wasser in die Carbon-6X-Rohre sowie in die Schließmechanismen zu verhindern, entwickelte Gitzo das Ocean-
Lock-Schließsystem: Dank spezieller Rohreinsätze, die wie Luftkissen funktionieren, wird in die Stativbeine eindringendes Wasser gleich wieder verdrängt. Das Ocean-Lock-System steht für eine um 20 Prozent erhöhte Steifigkeit, einen effizienteren Schließmechanismus, sechsmal schnellere Einsatzbereitschaft, kein Nachgeben des Schließmechanismus und den „Schwerkraft-Effekt“, der dazu führt, dass die Klemme fester wird, je mehr die vertikale Last zunimmt.
Bei den Stativen der Ocean Systematic-Serie wurde die Widerstandsfähigkeit der Ocean-Stative mit der Tragkraft der Systematic-Technologie verknüpft, wodurch sie besonders für den Outdoor-Einsatz von schwerem Equipment geeignet sind. Die Traglast bei diesen Premium-Modellen, die in den Serien 2, 3 und 5 verfügbar sind, liegt zwischen 25 und 40 Kilogramm. Die maximale Arbeitshöhe variiert zwischen 146 und 153,5 Zentimetern. Die Ocean Systematic-Stative bestehen aus gewebter Carbonfaser 6X, was eine sicherere Tragfähigkeit bietet. Diese einzigartige Belastbarkeit bei geringem Eigengewicht der Stative – zwischen 1,8 und 2,4 Kilogramm resultiert aus den besonderen Merkmalen der Systematic-Produkte: Diese modular ausgelegten Modelle verzichten auf eine Mittelsäule und verfügen über ein Schulterelement, das den problemlosen und sicheren Austausch zentraler Komponenten wie Stativplatten und Halbkugeladapter ermöglicht – vollkommen werkzeugfrei. Dank dieses Baukastensystems kann das Stativ an die unterschiedlichen Ansprüche des jeweiligen Fotografen angepasst werden.
Dank eines zusätzlichen Sicherungsmechanismus kann bei allen Ocean
Systematic-Modellen die Ausrüstung erst durch einen Knopfdruck aus der Stativschulter gelöst werden – für besten Schutz, selbst wenn der Verriegelungshebel nicht fest angezogen wurde. Die Stative der Ocean Systematic-Serie kosten zwischen knapp 1.700 Euro und 2.100 Euro
(inkl. MwSt.).

Manfrotto 290er-Serie


Dank kompakter Maße, robuster Konstruktion und schwingungsarmer Materialien überzeugen die 290 Carbon Stative von Manfrotto. Mit Hilfe einer von Monfrotto entwickelten Verbundtechnik entstehen optimierte Faserwinkel, wodurch die Carbonrohre maximale Stabilität bei minimalem Gewicht und geringer Schwingung aufweisen. Die Verriegelungsstärke der Beinschnellverschlüsse aus Aluminium ist individuell einstellbar und somit absolut verschleißfrei. Dank der austauschbaren Stativköpfe findet sich für jede Aufnahmesituation der passende Stativkopf – egal ob Architektur-, Porträt-, Sport- oder Naturfotografie.
Die 290 Carbon Serie ist in die Produktfamilien 294 und 293 unterteilt. Die 294-Modelle verfügen über einen größeren Rohrdurchmesser für mehr Standfestigkeit sowie über 3 Beinsegmente zur Verringerung von Vibrationen. Und eignen sich dem-entsprechend auch für den Einsatz von Kameras mit längeren Brennweiten. Die Tragkraft liegt bei maximal fünf Kilogramm. Die drei Beinsegmente des 1,9 Kilo leichten Stativs ermöglichen eine maximale Arbeitshöhe von 1,69 Metern beziehungsweise einen minimalen Auszug von 39,7 Zentimetern. Zwei Beineinstellwinkel stehen zur Verfügung. Im eingefahrenen Zustand ist das rund 260 Euro teure Manfrotto 294 noch 61 Zentimeter lang.

Vanguard Abeo Plus


Das Abeo Plus vereint Stabilität, Vielseitigkeit und einfache Handhabung. Bei der Positionierung der Kamera bietet das Abeo Plus mit seiner schnellen Höhenverstellbarkeit und durch die mit einem Hebelverschluss gesicherte Mittelsäule zwei praktische Einstellhilfen. In der Praxis wird einfach der große Hebelverschluss geöffnet, die Mittelsäule bis zur gewünschten Höhe angehoben und anschließend der Hebelverschluss wieder verriegelt. Mit Hilfe von nachjustierbaren Schnellverschlüssen kann die gewünschte Spannung des Verschlusses eingestellt werden – und das auch nach Jahren der intensiven Nutzung. Damit sich die Mittelsäule nicht verdreht, ist das Rohr nicht komplett rund, sondern an einer Seite abgeflacht. Außerdem schützt ein gummierter Stoßring die Kameraausrüstung, falls die Arretierung der Mittelsäule versehentlich gelöst wird.
Die Stativbeine aus Carbon lassen sich mit einem Stellknopf auf 25, 50 oder 80 Grad abwinkeln. Bei Aufnahmen mit niedrigem Kamerastandpunkt lässt sich die Mittelsäule gegen einen kurzen Niedrigwinkeladapter austauschen. Für bodennahe Aufnahmen kann die Mittelsäule herausgenommen und umgekehrt eingesetzt werden.
Die maximale Auszugshöhe liegt bei 1,80 Meter, dabei können insgesamt drei Beinsegmente ausgezogen werden. Im zusammengelegten Zustand kommt das Abeo Plus auf 67 cm. Das Transportgewicht liegt bei 2,45 Kilogramm bei einer Traglast von bis zu zwölf Kilogramm. Ein weiteres praxisrelevantes Ausstattungsmerkmal sind die drei verschiedenen Standfußoptionen, die im Lieferumfang enthalten sind. Abgewinkelte Gummifüße bieten Halt im Studio oder auf hartem Untergrund, Spikes mit Gewinde sorgen für einen sicheren Stand auf weichem Gelände oder auf Eis und ein zusätzliches Paar Schneeschuhe stabilisiert zusätzlich bei winterlichen Bedingungen. Ebenfalls im Lieferumfang des rund 580 Euro teuren Stativs ist eine Transporttasche enthalten.


ProfiFoto Ausgabe 1-2/15

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