Fotografen und ihr Equipment
... in meinen Koffer packe ich...

Was den Frauen ihre Handtasche, das ist den Fotografen ihr Kamerakoffer, Slingshot-Bag, Rucksack oder ihre Reportertasche. Diese bietet nicht nur der entsprechenden Ausrüstung Platz, sondern beherbergt auch das ein oder andere Spezialequipment. Herbert Piel bietet mit seinem Blog InSight (http://insight-tppib.blogspot.de) einen exklusiven Blick in das Innere der Fotografentaschen und lüftet das Geheimnis um den Krimskrams, den die Profis so mit sich herumschleppen.


Florian Effelsberg: The F.E.F Bag, www.florianeffelsberg.de

„Angefangen habe ich sehr unromantisch: ich hatte 200 Euro zuviel als Student und hab mir ’ne gebrauchte D40 gekauft. Nach drei Monaten hat mir das nicht gereicht und ich hab mir meine D300 finanziert. Eine der besten Entscheidungen meines bisherigen Lebens. Ich habe dann Bekannte fotografiert und recht schnell kamen Anfragen von mir unbekannten Menschen, da hat mich dann das Fotofieber erst recht gepackt.
Ich liebe das langsame Fotografieren. Dadurch wird die Interaktion mit dem Model viel besser. Ich achte sehr darauf, meine Brennweiten und die Art des Fotografierens an den Fotografierten anzupassen. Bei schüchternen Menschen also erstmal ein 85er, wenn man sich eingespielt hat, dann schraube ich gerne mal ein 50er an die Nikon FM, komme näher und weiß dann auch, dass die analogen Fotos sitzen, weil das Model sich wohler fühlt. Für mich ist die Porträtfotografie zu fast 90 Prozent vom Umgang mit dem Model (mit Model meine ich kategorisch jeden, der vor der Kamera steht, egal ob junges Mädchen bei einem geplanten Shooting oder Zufallsbekanntschaft auf der Straße) abhängig. Die Technik wird dabei für mich zur Nebensache. Da ich aus einer Musikerfamilie komme und selber Musiker bin, sehe ich die Kamera als Instrument, das man beherrschen muss, ohne nachzudenken. Wenn man dann mit dem Menschen vor der Kamera respektvoll, humorvoll, manchmal auch neckend bis provozierend umgeht, kommt das Bild von alleine, finde ich.
Ich fotografiere bisher oft auf DAS Bild eines Shootings hin, will mich aber weiterentwickeln und mehr zu Porträtserien tendieren. Ich möchte gerne einmal mehr mit dem Kunstcharakter beziehungsweise dem Wert spielen, der in der Serienhaftigkeit liegt.
Für größere Shootings benutze ich einen Lowepro Trolley mit allem drin, ansonsten einen kleinen Hama-Rucksack mit Kamera und ein bis zwei Nikon-Festbrennweiten, meistens 35mm 1,8 und 85mm 1,8. Ich blitze fast nie, wenn’s mal sein muss, bei einer Reportage beispielsweise, nutze ich dafür zwei SB-900er, die ich per Funk auslösen kann.
Zwei Stative kommen zum Einsatz: ein Manfrotto 055CB – ultra schwer, ultra robust – die Kamera wackelt selbst bei Sturmböen nicht und ein leichteres Giottos MTL 9251B, wenn das andere zu schwer ist oder ich einen Blitz aufbauen möchte. Außerdem sind immer ein bis zwei All-in-One-Faltreflektoren dabei, falls ich dem Licht auf die Sprünge helfen muss, und zwölf Eneloop-Batterien. Aufgrund der geringen Selbstentladung, (da ich sie selten benutze) also ideal für die Blitze. Unverzichtbar ist das iPhone für Making of Fotos, die ich dann auf meine Seite/Blog hochlade.

Weitere Taschen-Beispiele gibt es in ProfiFoto Ausgabe 1-2/2013.

 

ProfiFoto Ausgabe 12/14

  • Lichtfeldkamera Lytro Illum
  • Praxistests Pentax 645Z & Phase One IQ250
  • Spezial: Nikon FX Heroes
  • Insa Cathérine Hagemann: Marvin - Canon Profifoto Förderpreis
  • Dirk Brömmel: Kopfüber
  • Aino Kannisto: Hotel Bogota
  • Extra Profi-Zubehör
  • u.v.m.

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