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Pixelmagie - Edition ProfiFoto: CS 4-Workshops für Composing und Montage

Können Pixel magisch sein? Vermutlich nicht, doch sie können zu magischen Bildern zusammengesetzt werden. Das erfordert neben einem Rechner und Adobe Photoshop lediglich zwei Dinge: eine Portion Fantasie und das Wissen, wie man Photoshop dazu bringt, genau das zu tun, was man gerne möchte. Letzteres Wissen vermittelt Photoshop Experte Uli Staiger in den acht Kreativworkshops seiner jüngsten Neuerscheinung. „Adobe Photoshop CS 4 – Neue Workshops für Composing und Montage“ aus der Edition ProfiFoto enthält neben den Schritt-für-Schritt- Anleitungen zur Bildmontage auch ein Kapitel zu den grundlegenden Arbeitstechniken in Photoshop CS3 und CS4. In diesem ersten Kapitel wird das verlustfreie Arbeiten mit Bilddaten thematisiert und alles Wichtige zum Einsatz von Einstellungsebenen sowie Schnitt- und Ebenenmasken vermittelt. Ab dem zweiten Kapitel geht es dann auch schon los: Schritt für Schritt erfährt der Leser, wie er faszinierende Bilderwelten in Photoshop komponieren kann. Das Material zum Nachbauen ist im Downloadbereich www.it-fachportal.de/5530 zu finden.

Die Welt unter Wasser ist geheimnisvoll. Obwohl Wasser an sich klar ist, können wir kaum unter die Oberfläche von Seen und Meeren schauen, es sei denn, wir begeben uns unter Wasser. Das Bild eines Wracks ist untrennbar mit der Geschichte des Untergangs verbunden, mit der Katastrophe, die zu diesem Untergang geführt hat. Wie man einen Gegenstand in ein Wrack verwandelt und dieses dabei den Gegebenheiten unter Wasser anpasst, erfahren Sie in diesem Workshop.

Einstellungsoptionen Festlegen

Das Flugzeug wurde im Museum fotografiert. Der Hintergrund besteht aus einer Mischung verschiedener Geräteteile, außerdem wechseln sich dunkle und sehr helle Bildteile ab. Dies und die Tatsache, dass es sich überwiegend um glatte, geschwungene Formen handelt, macht das Zeichenstift-Werkzeug zum perfekten Auswahltool. Allerdings sollten Sie zunächst einmal die Einstellungen des Zeichenstift-Werkzeugs überprüfen.


Einstellungsoptionen des Zeichenstift-Tools

Die wichtigsten Einstellungsoptionen sind in der Abbildung markiert. Roter Kreis: Die mittlere der drei Optionen erstellt lediglich einen Pfad, legt aber keine Formebene an. Die brauchen Sie hier auch nicht. Blauer Kreis: Die GUMMIBAND-Option ist vor allem dann sehr hilfreich, wenn Sie nicht nur Eckpunkte setzen, also gerade Verbindungen zwischen den Ankerpunkten anlegen, sondern mit Kurven arbeiten. Das Gummiband zeigt den Verlauf des Pfades bereits vor dem Setzen des nächsten Ankerpunktes an und erleichtert es Ihnen, den perfekten Punkt für die genau passende Kurve zu finden. Grüner Kreis: Die Option ÜBERLAPPENDE PFADBEREICHE AUSSCHLIESSEN ermöglicht es, die eingeschlossenen Flächen zwischen Rumpf, Höhenleitwerk und Strebe durch Erstellen eines zweiten Pfades aus der Auswahl auszuschließen.

Retuschieren und Pfad erstellen

Bevor Sie mit dem Pfad die Außenlinien des Flugzeugs nachziehen, sollten Sie sich noch um eine Kleinigkeit kümmern: Die äußere Spitze der rechten Tragfläche ist hinter einem Pfeiler verborgen. Ergänzen Sie sie großzügig aus dem sichtbaren Teil mit dem Kopierstempel, dann beginnen Sie an dieser Stelle mit dem Setzen des ersten Ankerpunktes.

An Stelle des Befehls (Shift)+(Strg)/(cmd)+(J) können Sie auch die Befehle KOPIEREN und EINFÜGEN aus dem BEARBEITENMenü verwenden



An Stelle des Befehls (Shift)+(Strg)/(cmd)+(J) können Sie auch die Befehle KOPIEREN und EINFÜGEN aus dem BEARBEITENMenü verwenden



Die Aufhängung gehört zwar nicht zur Originalausrüstung des Fliegers, könnte also wegretuschiert werden. Wenn Ihnen das zu aufwendig erscheint, integrieren Sie sie in den Pfad und erwecken Sie so den Eindruck, das Teil habe etwas mit der Luftschraube zu tun








Pfad korrigieren und umwandeln

Meistens lohnt es sich, die Ankerpunkte des Pfades nochmal vor der Umwandlung in eine Auswahl zu kontrollieren. Während man beim Erstellen des Pfades immer den Gesamtüberblick im Auge behalten muss, um nicht aus Versehen irgendein falsches Detail zu umpfadeln, kann man bei diesem zweiten Durchgang in erster Linie auf die exakte Positionierung der Punkte und Kurven achten.

In diesen beiden Popup-Menüs finden Sie alle Werkzeuge zur Korrektur der Ankerpunkte

Mit dem Pfad an sich kann man leider nicht viel anfangen. Er ist nicht pixel-, sondern vektororientiert und muss zunächst in eine Auswahl umgewandelt werden, deshalb klicken Sie auf das entsprechende Symbol in der Pfade-Palette. Da ein Pfad aber nur wenig Speicherplatz beansprucht, sollten Sie ihn für alle Fälle aufheben, auch wenn die Auswahl das eigentlich die Maske bestimmende Element ist. Bevor die Maske aber eingesetzt werden kann, benötigt sie eine weiche Kante von etwa 0,3 bis 0,5 Pixeln. Dann speichern Sie sowohl die Auswahl als auch die gesamte Datei und löschen Sie den Hintergrund, da er sicherlich nicht mehr benötigt wird.


Flugzeug positionieren

Öffnen Sie die Datei Landschaft.jpg und ziehen Sie das freigestellte Flugzeug hinein. An der Größe brauchen Sie prinzipiell nichts mehr zu verändern, da beide Dateien dieselben Abmessungen haben.

Normalerweise würde der Hintergrund der Fliegeraufnahme nicht gelöscht. Da wir aber Einzelteile der Tragflächen und des Fahrwerks an anderer Stelle benötigen, sozusagen abmontieren, würde die Maske diese Aktionen unnötigerweise komplizieren

Formal gesehen steht das Flugzeug in Startposition. Die Schnauze ist leicht nach oben geneigt, der hintere Teil des Rumpfes erhoben, als wolle die Maschine gleich abheben. Da sie aber wie ein vor langer Zeit versunkenes Wrack wirken soll, ist dies eine recht unglückliche Position. Besser wäre es, den Bug nach unten zu neigen und so den Eindruck einer Bruchlandung hervorzurufen. Über BEARBEITEN|TRANSFORMIEREN drehen Sie den Rumpf daher um etwa 25 Grad gegen den Uhrzeigersinn.

Das Drehen des Rumpfes ruft eher den Eindruck einer Bruchlandung hervor. Achten Sie darauf, dass sich das Seitenleitwerk mit dem Felsen auf der rechten Seite überschneidet


Tragfläche abtrennen

Die Tragfläche auf der Backbordseite sollte aus zwei Gründen abmontiert werden: Erstens würde sie als abgetrenntes Bauteil wesentlich besser zur Bruchlandung passen, zweitens könnte sie dann nicht mehr den Blick in die Unterwasserlandschaft verdecken. Mit dem Polygon-Lasso wählen Sie den Part der Tragfläche aus, der abgetrennt werden soll.

Achten Sie darauf, die Risskante weder zu gerade noch zu ausgefranst zu gestalten. Dann kopieren Sie die Auswahl über den Befehl (Shift)+(Strg)/(cmd)+(J) in eine eigene Ebene und drehen diese über BEARBEITEN|TRANSFORMIEREN um wenige Grad im Uhrzeigersinn.

Achten Sie darauf, die äußere Kante der Tragfläche aus dem Bild ragen zu lassen, da sonstder Anschnitt sichtbar wäre


An Stelle des Befehls (Shift)+(Strg)/(cmd)+(J) können Sie auch die Befehle KOPIEREN und EINFÜGEN aus dem BEARBEITENMenü verwenden



Innenleben einfügen

Der Blickwinkel, aus dem der Tragflächenstumpf betrachtet wird, müsste eigentlich einiges an Innenleben sichtbar machen. Einer Eingebung folgend habe ich einen Ausschnitt des Hallendaches fotografiert und finde, dass es sich hervorragend zum Einbau in die Tragfläche eignet. Öffnen Sie die Datei Decke.jpg und ziehen Sie sie in die Unterwasserszene. Positionieren Sie die Ebene unter der Wrackebene und skalieren Sie sie zu passender Größe. Auch eine leichte Drehung tut not, um die Leitungen gerade aus der Tragfläche austreten zu lassen und die »Rippe« einigermaßen parallel zum Rumpf verlaufen zu lassen. Dann treffen Sie mit dem Polygon-Lasso oder dem Zeichenstift-Werkzeug eine Auswahl, die einen Teil der Leitungen und Rohre einschließt und den größten Teil des darunter liegenden Bleches ausschließt.

Verkleinern der Auswahl und eine weiche Kante von 0,4 Pixeln sorgen für einen sanften Übergang und ausreichende Randpixel

Die Auswahl wird dann über eine Ebenenmaske ausgeblendet. In CS3 geschieht dies über das kleine Symbol in der unteren Befehlsleiste der Ebenen-Palette, in CS4 haben Sie die Möglichkeit, die Maske direkt über die Masken-Palette anzulegen.

Erst ab CS4 steht die Masken-Palette zur Verfügung. Sollte gerade der Teil der Ebene ausgeblendet werden, den Sie eigentlich haben wollten, kehren Sie die Maske über (Strg)/(cmd)+(I) einfach um




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