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Fahrwerk abmontieren

Auch das Bugfahrwerk wird abmontiert, auch hier sollten Sie nicht einfach einen mehr oder weniger glatten Strich ziehen, sondern versuchen, die Struktur und die Rundungen herauszuarbeiten. Skalieren Sie das Fahrwerk und drehen Sie es, um es hinter dem Flugzeug zu positionieren. Es wird später den Sichtverhältnissen unter Wasser angepasst.

Wenn Sie sich noch nicht sicher sind, welche Größe das Bugfahrwerk haben soll, konvertieren Sie es einfach in ein Smart-Objekt


Propeller verbiegen

Auch der verbogene Propeller ist ein Tribut an die Bruchlandung und unterstützt den Eindruck, dass es sich um ein Wrack handeln muss. Wählen Sie einen der Propellerflügel mit dem Polygon-Lasso grob aus und öffnen Sie das VERKRÜMMEN-Dialogfenster über BEARBEITEN|TRANSFORMIEREN.Dann verbiegen Sie den Propellerflügel nach hinten. Um die Form beizubehalten, sollten Sie extreme Verbiegungen möglichst vermeiden und darauf achten, dass die Anfasser des Verkrümmengitters einander nicht zu nahe kommen.

Falls Sie mit einer sehr alten Version arbeiten sollten: Auch der Verbiegenfilter eignet sich für die Verformung der Propellerflügel


Schatten anlegen

Offenbar sitzt das Wrack auf einem Felsen auf. Damit es dies nicht nur perspektivisch, sondern auch optisch tut, muss ein Schatten her. Wie so oft aber in der Realität der freien Bildgestaltung gibt es nichts, aus dem sich der Schatten ableiten lassen könnte, ergo muss er gemalt werden. Das klingt schlimmer, als es ist, zumal die Lichtrichtung eindeutig zweideutig vorgegeben ist: Einerseits kommt das Licht von oben, andererseits wird es durch die Wasseroberfläche so vielfältig gebrochen, dass fast jeder Schatten, der sich einigermaßen an den Konturen des Flugzeugs orientiert, akzeptabel ist.

Da es hier und da vorkommt, dass ein Schatten ergänzt werden muss, empfiehlt sich die Verwendung von immer derselben Schattenfarbe, denn so kommen Sie nie in die Verlegenheit, einen durch diverse Farb- und Kontrastkorrekturen beeinflussten Grauwert heraustüfteln zu müssen. Verwenden Sie einfach immer einen Grauwert von 125 und adaptieren Sie ihn bei Bedarf durch eine oder mehrere Einstellungsebenen.

Die Schattenebene wird im Modus MULTIPLIZIEREN unterhalb der Tragflächenebene positioniert

Verwenden Sie eine große, weiche Pinselspitze von etwa 250 Pixeln Durchmesser und stellen Sie sich den Schatten als eine Projektion des Flugzeugs vor, während das Licht von oben kommt. Malen Sie mit einer Deckkraft von maximal 30 bis 35 %, damit Sie den dunkleren Kernschatten durch mehrere Pinselstriche darstellen können, während der Schatten am Rand eher heller wird. Auch die Struktur des Untergrundes sollten Sie beachten. Versuchen Sie, Ihre Pinselführung den Unebenheiten des Felsens anzupassen, auf dem das Flugzeug aufliegt.

Die Einstellungen auf einen Blick

Gemalter Schatten: Zur besseren Erkennbarkeit wurde das Flugzeug entfernt und die Deckkraft der Unterwasserszene auf 10 % reduziert

Auch der Schatten der abgetrennten Tragfläche wird in dieser Ebene eingezeichnet

Entfernungen lassen sich im zweidimensionalen Raum einer Fotografie nur noch schätzen oder auf Grund von Größenverhältnissen und perspektivischen Gesetzmäßigkeiten mehr oder minder genau bestimmen. In unserem Fall gibt es keine griffigen Anhaltspunkte, die zur Bestimmung der Entfernung der rechten Felskante beitragen könnten, da deren Maße nicht bekannt sind. Doch abgesehen davon wäre es durchaus denkbar, dass sie sich so nah an der Kamera befand, dass das Heck eigentlich verdeckt sein müsste. Auch würde eine Maskierung den Flieger besser ins perspektivische Gefüge integrieren und – nebenbei – das historisch offenbar notwendige Hakenkreuz verdecken. Zur Entfernung des Hecks ist das Anlegen einer Ebenenmaske sehr sinnvoll, denn sie würde bei Bedarf ein Verrücken der Maschine erlauben, ohne die Kante nochmals bearbeiten zu müssen.

Damit sowohl das Heck als auch die Felskante sichtbar sind, wird die Deckkraft des Wracks vorübergehend auf 25 % gesetzt


Farbangleichung

Nachdem nun die Einzelteile der Maschine über den Meeresgrund verteilt sind, können wir uns an die Anpassungen von Farbe und Kontrast machen. Unter Wasser gelten prinzipiell dieselben Gesetzmäßigkeiten wie über Wasser: Je weiter ein Gegenstand vom Betrachter entfernt ist, desto blasser und entsättigter erscheint er, desto stärker fällt die Eigenfarbe des Mediums ins Gewicht. Der Unterschied besteht hauptsächlich darin, dass diese Effekte unter Wasser auf sehr viel kürzere Distanzen zu beobachten sind, außerdem befinden sich im Allgemeinen mehr Schwebstoffe im Wasser als in der Luft, die einen gewissen Nebeleffekt verursachen. Beginnen wir zunächst mit der Farbangleichung. Sie besteht im Wesentlichen aus einer Farbbalance, die für mehr Cyan und etwas mehr Blau in den Mitteltönen sorgt und einer Entsättigungsebene, um das Mehr an Farbe wieder zurückzunehmen. Beide Einstellungsebenen werden durch eine Schnittmaske auf die Wrackebene beschränkt.

Korrigieren Sie die Farbe nach Sicht, versuchen Sie, die Farbstimmung der Umgebung nachzuempfinden. Dabei sollten Sie nach Möglichkeit nur auf die Farbe, jedoch nicht auf die Sättigung achten, denn die wird erst im nächsten Schritt wieder reduziert

Möglicherweise stellt sich nach dem Reduzieren der Farbsättigung heraus, dass Sie die Farbe nicht genau getroffen haben, so dass die Einstellungsebene der Farbbalance nochmals geändert werden muss



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