In einer heute stattgefundenen Mitarbeiterversammlung haben sich Geschäftsführung und Insolvenzveralter über die Gründe erklärt, warum das Angebot von Photo-Me International letztendlich abgelehnt wurde. Ausschlaggebend waren unter anderem drei Punkte des nicht mehr verhandelbaren Entwurfes, die besonders die Interessen der Mitarbeiter betroffen hätten. Photo-Me hätte sich zwar verpflichtet, 400 Mitarbeiter zu übernehmen, hatte aber einige unzumutbare Klauseln bezüglich der verbindlichen Weiterbeschäftigung eingebaut:
1) wollte man sich offensichtlich die Option behalten, gegen Zahlung von 10.000 Euro je Mitarbeiter weitere Arbeitsplätze abzubauen.
2) Bei einem Weiterverkauf des Unternehmens durch Photo-Me hätte es keine Beschäftigungsgarantie mehr gegeben.
3) Auch bei "wirtschaftlichen Problemen" wollte sich Photo-Me die Möglichkeit einräumen, aus der Arbeitsplatz-Zusage auszusteigen.
Derzeit wartet das insolvente Unternehmen noch auf das für heute, Donnerstag, angekündigte Angebot von Fujifilm für den Bereich Großfinishing. Dabei ist es offensichtlich nicht mehr eine Frage, ob, sondern nur noch wann das Angebot letztendlich kommt, da Fujifilm Europe, Düsseldorf, bis zum Zeitpunkt dieser Meldung noch auf einen Vertreter aus dem Topmanagement in Tokio wartete.
Zurzeit sieht AgfaPhoto-Geschäftsführer Hans-Gerd Jauch es als eine seiner vordringlichsten Aufgaben an, die Versorgung mit Material, Ersatzteilen und Serviceleistungen für die weltweit installierten Agfa-Minilabs aufrecht zu erhalten.
Link: www.agfaphoto.de
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