Mit Public Private Hanoi bewegt sich André Lützen durch das urbane Labyrinth des nächtlichen Hanoi.
Die Stadt ist ruhelos, geschäftig, eng. Hitze und beengte Wohnungen treiben die Menschen auf die Straßen. Häuser sind weit geöffnet. Das Private erstreckt sich in den öffentlichen Raum. Die Grenzen zwischen Innen und Außen lösen sich auf. Präzise und detailliert beschreiben Lützens Bilder dieses Ineinanderfließen der Gegensätze, wobei die Arbeit fast filmischen Charakter annimmt. Die nicht selten intimen Momente, die Atmosphäre, die Intensität der Farben, die körperlicher Dichte, die ständige Bewegung verbindet Lützen zu einer Komplexität, die das dortige Leben greifbar macht. Wie schon Lützens Buch „Before Elvis there was nothing“, das die Tiefen und Untiefen des amerikanischen Traums zeigt, ist auch „Public Private Hanoi“ eine visuelle Erzählung entlang der Grenzen der Dokumentarfotografie. Die Arbeiten von André Lützen, geboren 1963 in Hamburg, wurden vielfach ausgezeichnet. Er hat unter anderem im Haus der Photographie, Deichtorhallen Hamburg, in der Noorderlicht Photogallery, Groningen, in den Krefelder Kunstmuseen sowie auf zahlreichen Festivals wie dem New York Photo Festival ausgestellt und in internationalen Publikationen veröffentlicht, darunter Neue Zürcher Zeitung, Mare, Lettre, LFI Magazin, Art, Newsweek Japan. Kehrer Verlag, 120 Seiten, 72 Abb. in Farbe, gebunden, 39,80 Euro, ISBN 978-3-86828-150-7.
Link: www.kehrerverlag.com
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Public Private Hanoi
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