Andreas Meichsner untersucht in „Alles In Ordnung“ das Phänomen Urlaub und kommt zu entlarvenden Einsichten.
Andreas Meichsner, Jahrgang 1973, dokumentiert still beobachtend, wie die heiß ersehnte Urlaubszeit den Menschen in das schmerzhafte Spannungsfeld seiner gegensätzlichen Bedürfnisse nach gleichzeitiger Freiheit und Sicherheit wirft. Das beruhigende Alles In Ordnung als fieberhaftes „Ordnen“ der ersehnten, aber eben auch bedrohlich wirkenden Freiheit – mit dem paradoxen Ergebnis, dass auch der Urlaub in einer Fülle an Strukturen und Aktivitäten endet. Meichsner geht damit auf subtile und humorvolle Weise der Frage nach, ob und inwiefern sich in unserer immer mehr von beruflicher Unsicherheit und – notgedrungener – Flexibilität bestimmten Gesellschaft eine verstärkte Sehnsucht der Menschen nach Sicherheit und Vorhersagbarkeit erkennen lässt.
Kehrer Verlag, 144 Seiten, 88 Abb. in Farbe, gebunden, 36 Euro, ISBN 978-3-86828-242-9.
Link: www.kehrerverlag.com/html/de/aktueller_verlagstip.html
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