Die als gemeinnützige GmbH eingetragene Heinz-Bindseil Akademie für Fotografie in Hamburg befindet sich im Insolvenzverfahren und hat den Geschäftsbetrieb eingestellt. Damit schließt eine der wichtigsten Ausbildungsstätten des Fotografen-Handwerks ihre Pforten.
Auslöser der Insolvenz der schon länger krisengeschüttelten Akademie war nach Aussagen des aph-Vorsitzenden Alexander Dedic (Obermeister der Fotografeninnung Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern) der radikale Einbruch bei Meistervorbereitungskursen als Folgen des Wegfalls des so genannten „Meisterzwangs“ im Fotografen-Handwerk. Personelle Engpässe hatten zuletzt dazu geführt, dass Teilnehmer des dreijährigen Grundkurses ihre Ausbildungsverträge gekündigt hatten, weil für die monatliche Teilnahmegebühr in Höhe von 400 Euro keine adäquate Gegenleistung mehr geboten werden konnte.
Die aph bot seit ihrer Gründung im Jahre 1985 Ausbildungs- und Fortbildungsmöglichkeiten für den Fotografenberuf als Alternative zur konventionellen, betrieblichen Ausbildung oder auch zum Studium an einer Fachschule oder Hochschule. In einer ehemaligen Zigarettenfabrik aus dem Jahre 1910 im Hamburger Stadtteil Altona standen auf etwa 600 Quadratmetern über zwei Etagen Studio-, Labor-, und Computerräume zur Verfügung. Auszubildenden im 2. Jahr wurde die Vermittlung in Ausbildungsbetriebe angeboten, Absolventen des dritten Ausbildungsjahres können ihre Abschlussprüfung frühzeitig ablegen.
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