Auktionshaus WestLicht

Photographica Auktion

29.04.2011

Das Auktionshaus WestLicht in Wien hält auch für seine Photographica Auktion am 28. Mai wieder ein paar Highlights bereit: Darunter die vielleicht teuerste Leica aller Zeiten.

Unter den Kameras gibt es im Jubiläumsjahr von 20 Jahre Leica Shop die Leica 0-Serie Nr. 107 aus dem Jahr 1923. Die Kamera ist auf 350.000 bis 450.000 Euro geschätzt. Auch seltene Stücke sind eine Leica MP2 mit Motor (120.000 bis 140.000 Euro), eine graue Leica M2 der US-Air-Force (80.000 bis 120.000 Euro) und der Leica M9 Titan Prototyp. Ein Highlight ist der erste Teil der 2.600 Objekte umfassenden Zeiss-Sammlung von Charles M. Barringer (1943-2010), 1980 Mitbegründer der „Zeiss Historica Society“ in Amerika und ab 1997 ihr Präsident. Barringer verfügte, dass die Sammlung nach seinem Tod von WestLicht veräußert und so weltweit anderen Sammlern zugänglich werde. Es wird unter anderem das lichtstärkste jemals gebaute Objektiv angeboten. Des Weiteren gibt es eine Nikon-Benefiz-Verlosung für Japan. Der Reinerlös aus diesem Verkauf kommt über das Japanische Rote Kreuz den Opfern der verheerenden Katastrophe zugute. Aus der Nikon-Kategorie stehen die früheste bekannte Nikon Kamera aus 1946 (Schätzpreis 140.000 bis 160.000 Euro), das allererste und seltene 2000mm-Spiegel-Teleobjektiv und eines von nur drei bekannten Unterwassergehäusen für Nikon-Sucherkameras zu Gebot. Ein Großteil der Nikon-Lose wird von Nikon Europa eingebracht. Auch seltene Daguerreotypien aus dem Jahr 1842 kommen unter den Hammer. Die Daguerreotypien stammen vom französischen Fotografen Auguste Rosalie Bisson und sind 1842 entstanden. Der Schätzpreis liegt bei je 60.000 bis 80.000 Euro. Daguerreotypien von Bisson, der mit seinem Bruder Louis Auguste (Frères Bisson) vor allem durch Aufnahmen vom Gipfel des Mont Blanc Anerkennung erreichte, gelten als absolute Raritäten. Zudem sind die zwei Daguerreotypien in musealer Qualität die einzig bekannten Außenaufnahmen des Fotografen in dieser Technik. Sie zeigen die Tore „Porte Notre-Dame“ und „Porte d’Arras“ (Porte Cantimpré) in der nordfranzösischen Stadt Cambrai und zählen zu den frühesten Arbeiten von Bisson.

Unter den etwa 200 Losen der Fotoauktion finden sich Klassiker von Edward Sheriff Curtis, Heinrich Kühn, August Sander, Rudolf Koppitz, Trude Fleischmann, Erich Salomon, Lothar Rübelt, Paul Wolff, Josef Sudek, Franz Hubmann oder Inge Morath. Mit besonderer Spannung wird ein kürzlich entdecktes Porträt des österreichischen Expressionisten Egon Schiele von Anton Josef Trčka aus dem Jahr 1914 erwartet. (Schätzwert: 40.000 bis 50.000 Euro)

Link: www.westlicht-auction.com

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