Vom 14. Mai bis zum 2. Juli gibt die Galerie Camera Work in Berlin einen umfassenden Einblick in das Werk des 2002 verstorbenen Herb Ritts.
Als fotografischer Autodidakt hat Herb Ritts in den 1980er und 1990er Jahren mit nahezu jedem Superstar gearbeitet. Seinem besonderen fotografischen Gespür sind sowohl unverwechselbare Porträts als auch ästhetische Aktaufnahmen zu verdanken. Dabei haben sich viele Prominente vor seiner Kamera zum ersten Mal ausgezogen. Mit großem Einfühlungsvermögen und seiner stilistischen Sicherheit im Einsatz von strengen Formen schuf Herb Ritts zeitlose Ikonen und beeinflusste mit seiner Bildsprache eine ganze Generation von Fotografen. Sand, Meer, Himmel und oftmals unheilvolle, dramatische Schatten sind die Hintergründe vor denen Herb Ritts seine perfekten Lichtskulpturen inszeniert. Häufig sind seine Bilder in der Umgebung von Los Angeles entstanden, wo er im Nachbarhaus Steve McQueens aufgewachsen ist. Mit formaler Strenge sowie subtiler Erotik komponierte der Meister der lasziven Pose Schwarzweiß-Aufnahmen von großer Eleganz. Als Mode-, Celebrity-, Porträt- und Aktfotograf erlangte Ritts innerhalb kürzester Zeit Legendenstatus. Begonnen hat seine Karriere mit zunächst privaten Aufnahmen des jungen Richard Gere. Als diesem 1978 der internationale Durchbruch gelingt, legen die in Vogue und Mademoiselle veröffentlichten Bilder mit ihrer kraftvollen Ästhetik den Grundstein zu Ritts Karriere. Seine Modestrecken in den 1980er und 1990er Jahren haben die Ästhetik vieler Zeitschriften und Werbekampagnen mitgeprägt. Aber auch Musikvideos für Madonna, Michael Jackson, Janet Jackson, Shakira oder Chris Isaak gehören zu seinem großen Werk.
Foto: Mask, Hollywood, 1989 © Herb Ritts Foundation
Link: www.camerawork.de
Diesen Artikel: Drucken Kommentieren Newsletter bestellen


Die Gewinnerarbeiten des Canon Profifoto Förderpreises zum virtuellen Durchblättern auf dem iPhone. Jetzt kostenlos bei iTunes verfügbar!
Neueste Kommentare zum Artikel:
Herb Ritts
Aktuelle Diskussionsbeiträge (insgesamt: 0)