Bis zum 4. September zeigt das C/O Berlin im Postfuhramt Oranienburger Straße "In a Lonely Place" des amerikanischen Fotografen Gregory Crewdson.
Namenlose Suburbs in den USA. Wohnungen sind vermüllt, Straßen leer gefegt, Bahngleise zugewachsen und verfallene Häuser in Flammen. Die Spuren der Industrialisierung und Zivilsation wirken wie Ruinen. Gewaltig bemächtigt sich die Natur dieser Orte, doch weder idyllisch noch romantisch. Menschen stolpern orientierungslos und fast unbeteiligt durch eine bedrohliche Szenerie. Ohne Blickkontakt wendet sich jeder vom anderen ab und reagiert nicht auf diese apokalyptische Sprachlosigkeit. Auch wenn keine unmittelbare Gewalt sichtbar ist, ist sie doch allgegenwärtig spürbar. Leere, Einsamkeit, Statik und Paranoia – die perfekt arrangierten Fotografien von Gregory Crewdson kehren die Schattenseiten des amerikanischen Traums zwischen Normalität und Grauen von Innen nach Außen. Gregory Crewdson, 1962 in Brooklyn geboren, ist der Sohn eines Psychoanalytikers und studierte an der State University of New York und der Yale University. Anfang der 1990er Jahre erregte er mit der Serie „Natural Wonder“, in der die Natur als magisch-mythischer Ort dargestellt wird, erstmals Aufmerksamkeit. Seit 1994 ist er Professor für Fotografie an der Yale University. Sowohl das renommierte Whitney Museum of American Art als auch das New Yorker Guggenheim Museum widmeten ihm in den letzten Jahren große Ausstellungen. C/O Berlin präsentiert ca. 90 großformatige Fotografien aus den Serien „Fireflies“ (1996), „Beneath the Roses“ (2003 bis 2007) und „Sanctuary“ (2010).
Foto: Untitled (The Father), Serie Beneath the roses, 2005-2008, © Gagosian Gallery, New York, White Cube, London, the artist
Link: www.co-berlin.info
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