C/O Berlin, International Forum For Visual Dialogues, präsentiert vom 2. Juli bis 4. September 2011 die Ausstellung Polaroids von Sibylle Bergemann. Die Ausstellung ist eine Hommage an die im November 2010 verstorbene Künstlerin.
C/O Berlin präsentiert 140 Polaroids von Sibylle Bergemann und gibt anhand dieser Unikate einen einzigartigen Überblick über das Gesamtwerk einer der wichtigsten deutschen Fotografinnen. Ihre Fotografien sind vielschichtig, sie erzählen von Schicksalen, Zeitläuften und Begleitumständen, so dass man sie immer wieder anders, neu betrachten und verstehen kann. Und genau diese oszillierenden Ebenen und das Vergängliche sind in all ihren Bilder unverwechselbar – von den melancholisch wirkenden schwarzweißen Berliner Fotografien der 1960er Jahre, über die farblich ausgeblichenen Polaroids, bis hin zu ihren Farbbildern nach der Wende.
Sibylle Bergemann, 1941 in Berlin geboren und 2010 in Gransee gestorben, absolvierte von 1958 bis 1960 eine kaufmännische Ausbildung. Im Anschluss war sie in der Redaktion der Zeitschrift „Das Magazin“ tätig. 1966 begann sie eine Ausbildung als Fotografin bei Arno Fischer, mit dem sie seit 1985 verheiratet war. Seit 1967 war sie freiberufliche Fotografin und Mitglied der Gruppe Direkt. 1974 hatte sie ihre erste Einzelausstellung im Haus der Jungen Talente in Berlin und wurde 1977 Mitglied im Verband Bildender Künstler der DDR. Nach der Wende gründete sie zusammen mit Ute und Werner Mahler, Jens Rötzsch, Harald Hauswald, Thomas Sandberg und Harf Zimmermann die Fotoagentur Ostkreuz. Seit 1994 war sie Mitglied der Akademie der Künste in Berlin, zudem unterrichtete sie an der Ostkreuzschule für Fotografie und Gestaltung in Berlin-Weißensee. Sibylle Bergemann hat sowohl seriell gearbeitet sowie über längere Zeit selbst gewählte Themen und fotografische Notizen festgehalten. Schwerpunkte in ihrem Werk bilden die schwarzweißen und farbigen Mode- und Porträtfotografien, die im Auftrag für Sibylle, Stern, Spiegel und Geo oder zu selbstgesetzen Themen entstanden sind.
Begleitend zur Ausstellung erscheint ein Katalog bei Hatje Cantz.
Link: www.co-berlin.com
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