Mit "Oil" zeigt der Kanadier Edward Burtynsky den Weg des Öls von der Erde bis zum Konsum. Bis zum 10. April ist die erste Einzelausstellung Burtynskis in Deutschland in der Altana Kulturstiftung in Bad Homburg zu sehen.
Edward Burtynski, Jahrgang 1955, widmet sich in seiner Fotografie den "Manufactured Landscapes" - Industrielandschaften. Mit seinen großformatigen Arbeiten dokumentiert er die massisven Eingriffe des Menschen in die Natur. In "Oil" verfolgt er konsequent den Weg des Öls, die Zusammenhänge zwischen unserem Ölkonsum, seiner Förderung und Weiterverarbeitung bis hin zur Müllentsorgung und den nachhaltigen Auswirkungen auf die Landschaft. Den drei Kapiteln dieser dramatischen Entwicklungsgeschichte, die Burtynsky "Extraction + Refinement", "Transportation + Motor Culture" und schließlich "The End of Oil" nennt, fügt die Ausstellung ein weiteres Kapitel hinzu: Erstmals werden seine "Oil Spills" von der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko gezeigt. Burtynsky wählt hier – wie zumeist – eine erhabene Perspektive, indem er aus dem Hubschrauber heraus fotografierte.
Durch die Vogelperspektive erhält die zerstörte und deformierte Landschaft eine eigenartige Ästhetik, die im Kontrast zu ihrem tatsächlichen Zustand steht. Die so entstehende visuelle Abstraktion, verbunden mit perfekter Bildkomposition und samtweichen Farbübergängen verleiht den Arbeiten ihren widersprüchlichen Charakter.
Foto: Shipbreaking # 13, Chittagong, Bangladesh, 2000 © Edward Burtynsky, courtesy Stefan Röpke, Köln & Nicholas Metivier, Toronto
Link: www.altana-kulturstiftung.de
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