Dank seines Know-hows im Tintenstrahldruck hat Epson eine grundsätzliche Problematik der OLED-Technologie (Organic Light-Emitting Diode) gelöst – das Aufbringen der organischen Schicht auf großflächige Träger. Das Ergebnis: ein Prototyp des weltweit ersten 40“-OLED-Bildschirms mit einer Widescreen-Auflösung von 1.280 x 768 Pixeln (WXGA) und 260.000 darstellbaren Farben. Mittels eines Epson-Piezodruckkopfs werden die flüssigen Polymere auf die Trägerfolie aufgebracht. Die neue Technologie setzt organische Leuchtdioden aus Polymerketten ein, die leuchten, wenn Strom durch sie fließt. OLED-Displays bieten eine hohe Bildqualität aufgrund eines sehr hohen Kontrastes. Kurze Reaktionszeiten, wichtig zur Wiedergabe bewegter Bilder, zeichnen die ‚organischen‘ Bildschirme aus. Als weiterer Vorteil gegenüber anderen Technologien ist das Bild aus nahezu allen Blickwinkeln gleich gut zu betrachten. Da die halbleitenden Kunststoffe selbst Licht aussenden, sind Hintergrundbeleuchtung oder Farbfilter bei OLED-Displays nicht notwendig. Sie bestehen nur aus dem Trägermaterial, dem TFT-Transistor (TFT: Thin Film Transistor), der den Strom schaltet, und einer dünnen Schicht organischer Polymere, so dass sie äußerst flach und leicht sind. Prinzipiell ermöglicht die OLED-Technologie dabei beliebig große Displayflächen. Sogar flexible Bildschirme sind vorstellbar. Das von Epson entwickelte Piezodruckverfahren soll es dem Unternehmen ermöglichen, bereits 2007 großformatige OLED-Bildschirme auf den Markt zu bringen.
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