Der belgische Fotograf Stephan Vanfleteren ist vom 24. November bis zum 3. Februar in der Hamburger Galerie Hilaneh von Kories zu sehen. Gezeigt wird eine Auswahl von 40 Motiven aus seinem Projekt „Belgicum“, an dem er seit fast zwanzig Jahren arbeitet.
Stephan Vanfleteren, Jahrgang 1969, gehört zu den renommiertesten Fotografen Belgiens. 1993 begann er seine Karriere als freiberuflicher Fotograf, nachdem er sein Fotografie-Diplom an der
Kunsthochschule Sint-Lucas in Brüssel gemacht hat. In seiner radikalen schwarzweißen Bildsprache arbeitet er sowohl für Belgische als auch für internationale Zeitungen und Magazine wie die New York Times, Le Monde, Paris Match oder Die Zeit. Sein Blick richtet sich weit über Belgiens Grenzen hinaus auf faszinierende Menschen und Landschaften. Seine Schwarzweiß-Fotografie mit einer Mischung aus Melancholie und Nostalgie ist zu seinem Markenzeichen geworden. Es zeigt sich in Vanfleterens Serien aus der ganzen Welt, die vielfach ausgezeichnet wurden – unter anderem bei den World Press Photo Awards sowie mit dem Henri Nannen Preis 2011. „Belgicum“ ist eine Hommage Vanfleterens an sein Heimatland. Wie kaum ein anderer hat er Belgien bei seinen unzähligen Reisen in die Provinz kennengelernt. Dabei sucht er das Besondere im Alltäglichen. Die
40 Motive der Ausstellung – Porträts, Situationen und Landschaften – ergeben ein vielteiliges aber unverwechselbares Kaleidoskop. Die Fotografien zeigen anrührende Begegnungen, bei denen der Fotograf seinen Zeitgenossen nah kommt. Die Landschaft ist grau, die Zeit scheint auf vielen Bildern stehen geblieben zu sein und die Arbeiten wirken zeitlos, melancholisch oft entrückt. Dabei interessieren Stephan Vanfleteren die kleinen Welten der einfachen Leute auf dem Land in ihrer Zeitlosigkeit.
Foto: Stephan Vanfleteren, Edelare, 1994
Link: www.galeriehilanehvonkories.de
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