Am 29. September eröffnet die galerie:pixelgrain auf der Rosenstraße in Berlin-Mitte die Ausstellung "Gunter Glücklich - In die Ebene". Bis zum 9. November ist eine Auswahl von 35 Hasselblad-Aufnahmen zu sehen.
In den Randzonen der Städte, auf Industriebrachen und den vernarbten Wandflächen von Gebrauchsarchitektur hat Gunter Glücklich nach Spuren gesucht – Spuren der Arbeit in den Scharten und Kratzern auf Containerwänden und Güterwaggons, Spuren des Protests in Graffitis und Plakatabrissen, Spuren der Zeit in aufgesprungenen Lackschichten und gerissenem Putz. Im Verlauf von mehr als zehn Jahren sind mehrere Dutzend fotografische Aufnahmen entstanden, die sich nun als eine Typologie des Transfers von Wirklichkeitsdetail zu Motivgestaltung lesen lassen. Fläche und Raum, Struktur und Kontur sind die Pole, zwischen denen sich Gunter Glücklichs Arbeiten bewegen. Die Konzentration auf den quadratischen Bildausschnitt führt in fast allen Fällen auf den ersten Blick zum Verlust der Gegenständlichkeit, dreidimensionale Räume werden scheinbar auf die Fläche reduziert. Diese Abstraktion wird verstärkt durch den Umgang mit Schwarz und Weiß. Doch auf den zweiten Blick bleibt die Detailgenauigkeit der in feinsten Graustufen ausgearbeiteten Handabzüge erhalten, zergliedern sich die Flächen in Raumschichten und ermöglichen dem Betrachter ein Nachspüren der fast haptisch anmutenden Strukturen.
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Gunter Glücklich - In die Ebene
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