In den vergangenen Wochen fand in der Führungsetage von Olympus Japan ein reger Wechsel statt. Jetzt räumt das Unternehmen die systematische Fälschung von Bilanzen ein.
Nachdem Olympus Mitte Oktober, seinen nur zwei Monate amtierenden CEO Michael Woodford abrupt von seinen Aufgaben entbunden hat, trat Tsuyoshi Kikukawa wieder in sein Amt zurück. Woodford soll auf ungeklärte Beraterhonorare gestoßen sein und die britische Börsenaufsicht kontaktiert haben. Kikukawa war vor Woodford bereits 10 Jahre Vorstandsvorsitzender. Vor ein paar Tagen trat jedoch auch Kikukawa zurück, bleibt jedoch als Vorstandsmitglied erhalten. An seine Stelle als neuer CEO trat der ehemalige Senior Executive Managing Officer Shuichi Takayama. Woodfords Misstrauen war offensichtlich berechtigt. Wie Olympus nun einräumt, seien die hohen Zahlungen an einen Finanzberater beim Kauf von Gyrus Teil der Bilanzfälschung gewesen. Nun steht Olympus offenbar kurz vor einem Börsenausschluss. In erster Konsequenz mussten laut Olympus Vizepräsident Hiashi Mori und der Chef-Revisor Hideo Yamada das Unternehmen verlassen.
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Olympus vor dem Börsenausschluss?
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