Sieben Fotografen bewegen sich auf dem schmalen Grat zwischen Dokumentation und Fiktionalisierung und zeigen Tirol in neuen Bildern.
Die Werbebilder touristischer Sehnsuchtsorte reproduzieren ikonische Erwartungen, die mit der Realität oft nur so viel zu tun haben, als das Leben bildgewordene Wünsche nachzuahmen sucht. Kann es gegen diesen Zirkel, in dem das Original zur Kopie seiner selbst wird, gelingen, einer zur Ikone erstarrten Landschaft im Bild erneut Unmittelbarkeit und Schönheit zu verleihen? Der von Wolfgang Scheppe herausgegebene Band entstand als bildtheoretisches Experiment, in dem eine Verbindung aus Theorie und Produktion zu einer neuen Bildpraxis führen sollte. An dem kollektiven Prozess hatten die Fotografen Michael Danner, Dominik Gigler, Monika Höfler, Verena Kathrein, Jörg Koopmann, Andrew Phelps und Matthias Ziegler teil. Ihr territorialer Bildatlas zu Tirol versucht, die Spannung zwischen dem touristischen Reklame-Image und den Maßstäben zeitgenössischer fotografischer Ästhetik zu verstehen, um daraus neue Ansichten zu entwickeln. Hatje Cantz Verlag, 188 Seiten, 188 Abb. davon 183 in Farbe, gebunden, 35 Euro, ISBN 978-3-7757-3018-1.
Link: www.hatjecantz.de
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