Tiefen Einblick in die improvisierten Konstellationen des urbanen Alltags gibt Color von Joachim Brohm.
Joachim Brohm, Jahrgang 1955, gehörte zu den ersten Künstlern seiner Generation, die Ende der 70er Jahre die Farbfotografie für sich entdeckten. Er studierte an der Essener Folkwangschule und der Ohio State University. Das fotografische Sujet von Joachim Brohm sind jene urbanen Regionen des Übergangs, die weder als reine Naturgebiete noch als idealtypisch gestaltete Landschaften existieren. Der Band versammelt dabei Bilder aus den Serien Ruhrstadt, Ohio, Areal und Cultura sowie bislang unveröffentlichte Arbeiten, die in kleineren Serien wie Kleingärten oder Paradies entstanden sind. Vergleichbar der archäologischen Spurensuche nach vielfach unscheinbaren Gegenständen und den improvisierten Konstellationen des Alltags findet Brohm in Kolorit, Formensprache und Sujet stimmige Bilder, die das Prozesshafte der abgebildeten Landschaften aufzeigen. Dabei changieren seine subtil angelegten Bilder zwischen einer subjektiven und einer dokumentarischen Sicht auf die vorgefundenen Realitäten. Schirmer Mosel Verlag, 152 Seiten, 55 Abb. in Farbe, broschiert, 34 Euro, ISBN 978-3-8296-0518-2.
Link: www.schirmer-mosel.de
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