Der Band zeigt Bilder aus der Sammlung Gabriele Koenig und gibt einen Überblick über die ostdeutsche Fotografie.
Die rund 100 Werke stammen von bedeutenden Fotografen wie Sibylle Bergemann, Evelyn Richter, Ulrich Wüst, Ute Mahler, Will McBride, Helga Paris und Roger Melis. Schwarz auf Weiß haben sie alltägliche Situationen festgehalten, die die jüngere Zeitgeschichte des deutschen Ostens abseits der großen Politik spiegeln. In Momentaufnahmen werden beruflicher und privater Alltag, politische Aktivitäten, Stadtlandschaften, Interieurs und einfühlsame Aktfotografie präsentiert. Die „Streetfotografie“ der 1970er- und 80er-Jahre, die das Leben in der DDR authentisch und ungestellt wiedergibt, steht im Mittelpunkt. Stadtansichten von Ursula Arnold und Arno Fischer zeigen die Situation der 1950er-Jahre. Die Nachlese bilden die Werke von Daniel und Geo Fuchs, die 15 Jahre nach dem Fall der Mauer in ihrer Serie STASI – Secret Rooms die verlassenen Stätten des Staatssicherheitsdienstes dokumentieren und die hinterlassenen Zeugnisse eines Überwachungsstaates und seiner perfiden Maschinerie auflisten. Kehrer Verlag, 192 Seiten, 10 Abb. in Farbe, 128 Abb in S/W, gebunden, 36 Euro, ISBN 978-3-86828-216-0.
Link: www.kehrerverlag.com
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