Kodak Stellenabbau verstärkt

20.07.2005

Wie das Handelsblatt meldet, fallen bei Kodak bis zu 10 000 Stellen mehr weg als ursprünglich geplant. Grund sei die schlechte Entwicklung im zweiten Quartal dieses Jahres (Kodak weist einen Verlust von 146 Millionen Dollar aus gegenüber einem Gewinn von 136 Millionen Dollar im Vorjahreszeitraum). Im gesamten ersten Halbjahr addierten sich die Verluste auf 288 Millionen Dollar gegenüber einem Gewinn von 157 Millionen Dollar vor einem Jahr. Der Halbjahresumsatz stieg von 6,4 auf 6,5 Milliarden Dollar. Der ursprüngliche Umbauplan, den Kodak im vergangenen Jahr verkündete, sah noch den Abbau von 15.000 Stellen vor. Nun wolle das Unternehmen nochmals weitere rund 7.000 Stellen in den Produktionsbetrieben und 2.300 Jobs in der Verwaltung abbauen. So will man die Kosten zusätzlich um 800 Millionen Dollar im Jahr senken. Zunächst kostet der Personalabbau jedoch rund 470 Millionen Dollar. Im Rahmen des im Januar 2004 angekündigten Sparprogramms hat Kodak bereits 13 475 Stellen gestrichen.

Laut Handelsblatt hat Kodak abgekündigt, die Produktions-Infrastruktur für Produkte der traditionellen Fotografie - vor allem Filme - von 2,9 Milliarden Dollar Anfang 2004 in den nächsten zwei Jahren auf 1 Milliarde Dollar kürzen zu wollen. Die Gesamtbelastungen der Restrukturierung dürften unter anderem durch die neu angekündigten Entlassungen auf 2,7 bis 3 Milliarden Dollar steigen gegenüber einer ursprünglichen Schätzung von 1,3 bis 1,7 Milliarden Dollar. Die jährlichen Kostenersparnisse sollen parallel dazu auf insgesamt 1,6 bis 1,8 Milliarden Dollar steigen. Der neue Kodak-Chef Antonio Perez nannte als Hauptgrund für die Maßnahmen den "rascheren Verkaufsrückgang bei den traditionellen Verbraucherprodukten und -dienstleistungen". Deshalb müsse Kodak seine Kosten aggressiver senken. Das Unternehmen wolle den Umbau hin zu einem Anbieter volldigitaler Lösungen innerhalb von zwei Jahren geschafft haben, erklärte Perez.

Link: www.kodak.com

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