Bis zum 27. März zeigt das Kunstmuseum Dieselkraftwerk in Cottbus großformatige Fotografien von Hans-Christian Schink, der sich mit seinen Werken in den letzten Jahren international etabliert hat.
Hans-Christian Schink wurde 1961 in Erfurt geboren wurde und lebt heute in Leipzig. Er ist Absolvent der renommierten Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig und wurde mit zahlreichen Stipendien und Preisen ausgezeichnet. Die Ausstellung beginnt mit einer repräsentativen Auswahl aus der Serie „Verkehrsprojekte Deutsche Einheit“ aus den Jahren 1995 bis 2003. Die Bilder der vielbeachteten Fotoserie zeigen menschenleere Landschaften mit Autobahnen, Gleisstrassen oder skulptural wirkende Brückenbauten. Schinks hochästhetische Aufnahmen dokumentieren gewalttätige Eingriffe in Umgebung und Natur und prägten eine neue Sicht auf die radikalen Veränderungen der ostdeutschen Landschaften. Ein Stipendienaufenthalt in Los Angeles weckte 2002 Schinks Interesse, sich auch mit dem Phänomen der Kulturlandschaften in anderen, fernen Ländern auseinanderzusetzen. Die farbigen Fotografien, die während seiner Aufenthalte in Peru (2004) und in Vietnam (2005) entstanden, bilden die zweite thematische Gruppe der Ausstellung. Der dritte Schwerpunkt sind Aufnahmen aus dem Langzeitprojekt „1 h“ (2003 -2010). Für die Serie macht sich Schink den Effekt der so genannten „echten Solarisation“ zunutze. Extreme Überbelichtung verursacht eine physikalisch-chemische Umkehrreaktion, wodurch eine Lichtquelle im Bild, in diesem Fall die Sonne, nicht weiß, sondern schwarz abgebildet wird. So entstehen Bilder, die eine besondere Realitätswahrnehmung vermitteln.
Foto: Sacsayhuaman (3), 2004 © Hans Christian Schink
Link: www.museum-dkw.de
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