Mit dem Leica-Digital-Modul-R stellt Leica das weltweit erste digitale Kamerarückteil im Kleinbildsystem vor. In nur wenigen Handgriffen lassen sich die analogen Leicas R8 und R9 zur digitalen Nutzung umbauen. Sämtliche Objektive des Leica-R-Systems seit 1965 stehen für die digitale und analoge Bildaufzeichnung zur Verfügung. Der Fotograf kann fallweise entscheiden, ob er analog oder digital arbeiten will. Die Entwicklung der modularen Digitallösung erfolgte in Zusammenarbeit mit dem dänischen Unternehmen Imacon A/S, das für leistungsstarke Scanner und Kamerarückteile im Mittelformat bekannt ist, und der Kodak-Bildsensorsparte. Das digital-Modul hat eine Auflösung von 10 MP; die Speicherung der Bilddaten erfolgt auf SD-Karte in den Formaten RAW, TIFF und JPEG. Der Empfindlichkeitsbereich liegt zwischen ISO 100 und 1.600. Der Brennweitenverlängerungsfaktor des Sensors beträgt 1,37, der im Serienmodus zwei Bilder pro Sekunde bei maximal zehn Aufnahmen in Folge ermöglicht. Das Digital-Modul besteht aus einem digitalen Rückteil und einer Power-Unit zur Stromversorgung. Sämtliche für die Aufnahme wichtigen Einstellungen erfolgen unmittelbar über ein zentrales Einstellrad in Verbindung mit einem übersichtlichen LC-Display. Die Funktionen im direkten Zugriff des Fotografen sind Empfindlichkeit, Auflösung, Kompression, Weißabgleich, Selbstauslöser sowie Belichtungskorrekturen. Wird der Info-Knopf gedrückt, erscheinen alle wichtigen Daten einer Aufnahme wie Histogramm und Warnhinweise zusammen. Zudem werden überbelichtete Bildteile grafisch dargestellt. Menüs müssen nur für grundlegende Anpassungen der Kamera an die Wünsche des Kunden aufgerufen werden. Die Leica R8 und R9 wurden bei ihrer Entwicklung schon auf digitale Lösungen vorbereitet. So kann das digitale Rückteil mit der Kamerasteuerung über serienmäßige Schnittstellen kommunizieren und fügt sich nahtlos in die Bedienführung ein. Die Auslieferung des 4.500 Euro teuren Digital-Modul-R beginnt im Dezember.
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