Mamiya präsentierte auf der photokina neben einem entsprechenden Rückteil für Mamiya-Mittelformatkameras namens ZD Back die digitale Mittelformat-Spiegelreflexkamera Mamiya ZD. Die ZD ist mit einem 48 x 36 mm großen CCD bestückt, der eine effektive Auflösung von 21,5 MP liefert und eine Empfindlkeit von ISO 50–400 aufweist. Im Serienmodus können 1,5 Bilder pro Sekunde und 11 Bilder in Folge aufgenommen werden. Während ein IR-Sperrfilter fest eingebaut ist, kann das optionale Tiefpassfilter vom Benutzer ausgewechselt werden. Neben automatischem Weißabgleich verfügt die ZD über neun Voreinstellungen, davon drei individuell belegbare Einstellungen. Als Farbräume stehen Adobe RGB und sRGB zur Auswahl. Gespeichert werden die Bilddaten als RAW und JPEG, auch parallel, auf CF und Microdrive oder SD-Karte. Im JPEG-Format stehen je drei Bildgrößen und Kompressionsstufen zur Auswahl. Die Belichtung wird TTL per Durchschnittsmessung, variabel-mittenbetont und Spotmessung ermittelt; die Belichtungssteuerung erfolgt über die üblichen Standardautomatiken und manuell. Die Verschlusszeiten reichen von 30 Sekunden bis zur 1/4.000 Sekunde, die Blitzsynchronzeit beträgt 1/125 Sekunde. Zur weiteren Ausstattung gehören automatische Belichtungsreihen, 1,8"-Farb-LCD, Firewire- und PAL/NTSC-Schnittstelle und Energieversorgung durch Lithium-Ionen-Akku. Als Optiken nutzt die ZD die AF-Objektive der analogen Mittelformatkamera Mamiya 645 genutzt. Die ZD ist etwas größer und und mit 1.200 g etwa so schwer wie ein professionelle Canon-DSLR. Ergonomisch gestaltet, lässt sich die Kamera ähnlich leicht wie eine KB-SLR bedienen und sowohl völlig portabel als auch kabelgebunden über den Computer einsetzen. Die Markteinführung wird für Anfang 2005 erwartet.
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