Vom 21.11.2007 bis zum 17.1.2008 präsentiert die Galerie Hilaneh von Kories in Hamburg unter dem Titel [M] Reflections neue Arbeiten der Fotokünstlerin Corinna Holthusen.
Mit dem neuen Zyklus grossformatiger Portraits und Körperbilder setzt Holthusen ihre komplexen kritischen Reflexionen über die Realität von Menschenbildern und deren Abbilder in der Fotografie kongenial fort. Holthusens Medium ist die digitale Fotomontage [M]. Die Bilder, mit denen sie arbeitet, entstehen auf klassischem Weg mit einer Grossbild- oder Mittelformatkamera im Studio. Holthusen wandelt diese analogen Bilder in digitale Daten um, bearbeitet sie aufwändig am Computer, überlagert oder kombiniert sie mit den Daten anderer Personen und schafft so fiktive, verwirrende, neue Abbilder.
Den Betrachter erwarten in Rot getauchte wunderschöne Gesichter mit intensiven leidenschaftlichen Augen, weibliche skulpturale Akte, die Verführung, Schwüle und Sinnlichkeit suggerieren, deren Körperlichkeit jedoch fragwürdig ist, denn sie ist erkennbar nicht real. Auch die Portraits junger Menschen irritieren, weil ihre perfekten Gesichtszüge von echten oder digitalen Überlagerungen gestört werden.
Holthusen verunsichert uns in unseren Sehgewohnheiten, weil sie mit den stilistischen Mitteln der klassischen Portraits spielt, das Modellartige und die Idealisierung des modernen Schönheitsbegriffs benutzt, damit beim Betrachter Emotionen erzeugt und gleichzeitig jede Identifikation unterläuft, indem sie die Manipulation sichtbar macht. Ihre Bilder fordern uns auf, die uns allerorts umgebenden fotografischen Abbilder von Perfektion und Schönheit kritisch zu betrachten und zu hinterfragen.
Link: www.galeriehilanehvonkories.de
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