Nikon D4

Neues Profimodell – schnell und mit 16 Megapixeln

06.01.2012

Mit der D4 stellt Nikon heute sein neues Flaggschiff unter den digitalen Spiegelreflexkameras vor und antwortet auf die bereits im Herbst angekündigte Canon EOS-1D X. Knapp 5.930 Euro soll der lang erwartete Nachfolger der D3s kosten und Mitte Februar (wahrscheinlich am 16.2.) in den Handel kommen (die EOS-1D X ist für März angekündigt). Die Eckdaten der D4: ein 16,2-Megapixel-Bildsensor im FX-Format sowie eine Bildrate von bis zu 11 Bildern die Sekunde und bis zu ISO 204.800.

Herzstück der D4 ist die neue Bildverarbeitungs-Engine-Expeed-3. Sie bietet eine Empfindlichkeit von ISO 100 bis 12.800. Für schwierige Aufnahmebedingungen sind im erweiterten Bereich Empfindlichkeiten von bis zu ISO 204.800 verfügbar. Nach unten lässt sich der Bereich auf ISO 50 erweitern. Für wenig Rauschen und einen hohen Dynamikumfang sorgen die optimierte Rauschunterdrückung und die in den Sensor integrierte 14-Bit-A/D-Signalverarbeitung. Das erweiterte Motiverkennungssystem umfasst jetzt einen neuen 91.000-Pixel-RGB-Sensor. So konnte die 3D-Motivverfolgung besonders beim Fotografieren kleinerer Motive verbessert werden. Das AF-System Multi-Cam 3500FX mit individuell auswählbaren beziehungsweise konfigurierbaren Einstellungen (9, 21 oder 51 Messfelder) wurde für eine schnellere Motiverfassung überarbeitet. Das Autofokus-Sensormodul und die Algorithmen verbessern die Empfindlichkeit bei schlechten Lichtbedingungen bis zu -2 LW (ISO 100, 20 °C). Gearbeitet wird mit 51 AF-Sensoren, darunter 15 Kreuzsensoren. Diese bieten volle Leistung in Kombination mit AF-Nikkor-Objektiven mit einer Mindestlichtstärke von 1:5,6 – ein Teil der AF-Sensoren geht darüber hinaus.

Full-HD-Filme (1080p) können mit 30, 25 oder 24 Bilder pro Sekunde aufgenommen werden, bei 720p werden die Optionen 60, 50, 30 und 25 Bilder pro Sekunde angeboten. Die Filmsequenzen können jeweils mit einer Länge von knapp 30 Minuten aufgezeichnet werden. Hierfür stehen drei Bildfeldoptionen parat: Full-HD-Filmaufnahmen (1080p) können sowohl im FX- als auch im DX-Format sowie im nativen Full-HD-Format (1.920 x 1.080) erfolgen. Im letztgenannten Format ergibt sich eine scheinbare Brennweitenverlängerung um Faktor 2,7, der auch extreme Teleaufnahmen ermöglicht. Darüber hinaus bietet die D4 neue Möglichkeiten für die Tonaufnahme bei digitalen Spiegelreflexkameras. Neben einem Eingang für ein externes Stereomikrofon bietet die Kamera einen Audioausgang für externe Kopfhörer, für eine kontrollierte Feinabstimmung des Tonpegels.

Der neue Verschlussmechanismus ist auf einen Standardlebenszyklus von 400.000 Auslösevorgängen ausgelegt. Die Einschaltzeit beträgt zirka 0,12 Sekunden, die Auslöseverzögerung wurde auf zirka 0,042 Sekunden reduziert (genau wie bei der D3S), im FX-Format und bei allen Bildfeldausschnitten sind Aufnahmen mit bis zu 11 Bildern in der Sekunde möglich. Die D4 verfügt über zwei Speicherkartenfächer: eines für Highspeed-CF-Karten (UDMA 7) und eines für Highspeed-XQD-Karten. Darüber hinaus sind sowohl die kabelgebundene, als auch die Datenübertragung über ein Wireless LAN möglich. Für das Fotografieren im Quer- und Hochformat stehen identisch angeordnete Bedienelemente zur Verfügung. Die vereinfachte Auswahl des AF-Modus und der AF-Messfeldsteuerung ist jetzt auch während des Blicks durch den Sucher möglich.

Der 3,2-Zoll-Monitor löst mit ca. 921.000 Bildpunkten auf und bietet einen großen Betrachtungswinkel sowie automatische Helligkeitssteuerung. Der Direktzugriff auf Picture-Control-Konfigurationen erfolgt über eine spezielle Taste statt über das Menü.

Link: www.nikon.de

zurück zur Übersicht


Soziale Netzwerke






Neueste Kommentare zum Artikel:
Neues Profimodell – schnell und mit 16 Megapixeln

Aktuelle Diskussionsbeiträge (insgesamt: 0)

ProfiFoto Ausgabe 6/12

  • Test: Nikon D800 vs. Hasselblad H4D-40
  • Nikon D3200 - 24 Megapixel in der Einsteigerklasse
  • Spezial: 25 Jahre Canon EOS
  • Julia Bauch, Frauke Engler: Garten Eden - Canon Profifoto Förderpreis
  • Phase One Media Pro - Ordnung ins Bilderchaos
  • Fotoakademie-Koeln - Class of 2012
  • u.v.m.

» E-Reader
» Artikel der aktuellen Ausgabe

Anzeige

Anzeige

Anzeige

Anzeige

CPFP iPhone App

Die Gewinnerarbeiten des Canon Profifoto Förderpreises zum virtuellen Durchblättern auf dem iPhone. Jetzt kostenlos bei iTunes verfügbar!

Facebook

FotoTV

WhiteWall