Mit "Der rote Bulli - Stephen Shore und die Neue Düsseldorfer Fotografie" fokussiert das NRW Forum zum ersten Mal ein wichtiges Kapitel in der zeitgenössischen Fotografiegeschichte: den transatlantischen Einfluss auf die Fotografie der 1970er und 1980er Jahre. Die Ausstellung läuft bis zum 16. Januar. Mit Stephen Shore steht eine Schlüsselfigur der New Color Photography im Zentrum der Ausstellung. Kaleidoskopartig konfrontiert sie seine Arbeiten mit denen von Bernd und Hilla Becher. Auch dank der Unterstützung von Bernd Becher werden die Farbserien Shores seit Mitte der 1970er Jahre verstärkt in Europa und insbesondere in Deutschland wahrgenommen. Ihren Ausgang nahm die Künstlerfreundschaft zwischen den Bechers und Stephen Shore 1973 in New York als Shore Hilla Becher kennenlernt. Im zweiten Teil erkundet die Ausstellung die innovativen Bildfindungen, die die Becherklasse im Spannungsfeld mit US-amerikanischen Bildtraditionen entwickelt. Schon in den 1970er Jahren artikuliert sich bei den Becher-Schülern ein Bedürfnis, die präzisen motivischen, bildästhetischen oder konzeptuellen Vorgaben des Becherschen Anspruchs mit Bildparametern des New Color zu erweitern. In der Folgegeneration der 80er Jahre dienen verstärkt Sally Eauclaires Monografie "The New Color Photography" und Stephen Shores Fotobuch "Uncommon Places" als Inspirationsquelle für bildkünstlerische Strategien.
Foto: Church Street and Second Street, Easton, Pennsylvania, June 20, 1974, © Stephen Shore, Courtesy 303 Gallery New York
Link: www.nrw-forum.de
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Der Rote Bulli
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