Pirmasenser Fototage

Analoge und digitale Fotokunst

06.06.2011

Bei den Pirmasenser Fototagen vom 10. bis 26. Juni wird über die ganze Stadt verteilt an den verschiedensten Orten eine Vielzahl an Bildern renommierter Fotografen aus dem In- und Ausland zu sehen sein, begleitet von zahlreichen Veranstaltungen und Workshops.

An rund 40 öffentlich zugänglichen Locations in Pirmasens, stellen über 100 Fotografen ihre insgesamt 1.400 Bilder aus. So will das Foto-Event unter Beweis stellen, dass die analoge Fotografie auch weiterhin ihre Existenzberechtigung neben der digitalen hat. Am Wochenende des 18. und 19. Juni erhalten die Besucher die Möglichkeit, in der Sonderveranstaltung „Renaissance – Classic Photography 2011“ die klassischen Techniken, Methoden und Aspekte der analogen Fotografie kennen zu lernen. Im Atrium des Rheinberger-Gebäudes sind dann eine große Zahl von Aufnahmen der ‚Schwarz/Weiss-Arbeitsgemeinschaft Süd’ zu bestaunen, die noch traditionell in der Dunkelkammer entstehen, sowie Bilder, die in seltenen Druckverfahren erzeugt werden. Vorträge und Diskussionen mit den Fotografen vermitteln weitere Informationen rund um die analoge Fotografie. Den Höhepunkt bildet schließlich die Präsentation einer begehbaren Camera obscura mit einer Größe von 2,5x2,5 Metern und mehrerer Bilder, die ihr Besitzer Günter Derleth damit aufgenommen hat; vor Ort wird er damit zudem Fotos vom pittoresken Strecktal machen. Ebenfalls am 18. und 19. Juni zu sehen sind Bilder der Gesellschaft für photographische Edeldruckverfahren (GfPhE). Sie sind in seltenen, heute nicht mehr gebräuchlichen fotografischen Druckverfahren erstellt und dadurch von einer ganz eigenen Aussagekraft gekennzeichnet. Spannende Einblicke in das Thema Analogfotografie gewährt Dr. Otto Beyer am Samstag, den 18. Juni 2011, in seinem Vortrag zum Thema „Eintesten von Schwarz-Weiß-Negativen“; außerdem schlägt der Fotokünstler und Fotohistoriker Franz Toth mit seinen Ausführungen „Die Erneuerung der Photographie aus der Kunsttheorie des 20. Jahrhunderts" eine Brücke von der Fotografie zu Hugo Ball und zum Dadaismus. Am 19. Juni erläutern Günther Wilhelm, Andreas Emmel und Torsten Grüne Techniken der fotografischen Edel- bzw. anderer Druckverfahren. Im Anschluss haben die Gäste die Möglichkeit zur Diskussion mit den Künstlern.

Foto: Günter Derleth, Camera obscura

Link: www.pirmasens-fototage.de

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