Faszinierend, elementar, emotional – schon immer beeindruckten Bergpanoramen die Menschen, darunter viele Künstler. Der deutsche Fotokünstler Michael Najjar stellt in seinem Zyklus „high altitude“, das als Portfolio in der aktuellen ProfiFoto Ausgabe 3/09 zu bewundern ist, ein einzigartiges visuelles Gleichnis zwischen Natur und Ökonomie auf, indem er die Leitindizes der weltweit wichtigsten Börsenplätze mit seinen gewaltigen Bergpanoramen verschmelzen lässt. Eine bildschöne Parabel aus Natur, Risiko und Katastrophe.
Im Herbst vergangenen Jahres präsentierte Michael Najjar, bekannt für seine Visionen über eine durch Computer- und Informationstechnologie gesteuerte Gesellschaft, in der New Yorker Galerie bitforms seine neue Werkserie „high altitude“ erstmals in einer Solo Show. Noch bis zwölften März wird die Edition in Genf in der Galerie Guy Bärtschi gezeigt. Dann geht es am 18. März bis zum 15. Mai in der Luxenbourger Galerie Claire Fontaine weiter.
Die neun großformatigen Fotografien visualisieren die Börsenentwicklung der bedeutendsten Leitindizes über die letzten 20 - 30 Jahre anhand von eindrucksvollen Fels- und Bergformationen. Wie Blaupausen legt Michael Najjar prominente Aktienverläufe von beispielsweise Dow Jones, Hang Seng, Nikkei und Dax über die Gipfel, verändert den natürlichen Verlauf der Bergkuppen und paart damit die reine Naturschönheit mit der Entwicklung des weltweiten Finanzsystems. Wie auch in seinen früheren Werkgruppen („bionic angel“, „japanese style.“) verlötet Michael Najjar erneut mit großer Verve facts and fiction.
Link: www.bartschi.ch
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Portfolio und Ausstellung: Michael Najjar "high altitude"
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