Im Jahr 2012 feiert Frankfurt/RheinMain 200 Tage lang die Fotografie. Neun Institutionen, darunter die Art Collection der Deutschen Börse, die Darmstädter Tage der Fotografie und das Fotografie Forum Frankfurt haben sich, auf Initiative des Kulturfonds Frankfurt RheinMain, für die neue Foto-Triennale „RAY Fotografieprojekte Frankfurt/RheinMain“ zusammengeschlossen.
2012 steht das Thema „Zeit“ im Vordergrund und wird in zahlreichen Ausstellungen, Vorträgen und Workshops beleuchtet. Das Fotografieprojekt startet am 20. April mit der Hauptausstellung „Making history“ in den Räumen des Frankfurter Kunstvereins, im Museum für Moderne Kunst Frankfurt am Main, im MMK Zollamt wie auch an zwei Orten im öffentlichen Raum. Die Ausstellung zeigt unterschiedliche Positionen, die die Inszenierung von Realität durch Medienbilder thematisieren. Die Künstler bieten keine eigenen Geschichtsmodelle an, stattdessen sind in ihren Arbeiten unterschiedliche Sichtweisen auf historische Ereignisse zu erkennen. Weiter geht es mit diversen Partnerausstellungen und -projekten bis Oktober 2012. Im RheinMain-Gebiet werden 200 Tage lang an über 12 Orten herausragende Positionen der Fotografie und Videokunst präsentiert, entdeckt und diskutiert. Der rote Faden durch alle Ausstellungen und Veranstaltungen ist der Begriff der „Zeit“ in der heutigen Fotografie. Welche Bildtraditionen des 20. Jahrhundert sind für die Fotografie und Videokunst relevant geblieben? Wie reflektieren die aktuellen, künstlerischen Bilder neue Entwicklungen und Paradoxien? Und was bedeutet das Vergangene für die Gegenwart der Bilder? Das sind einige Fragen, die „RAY 2012“ untersuchen will. Die Region Frankfurt/RheinMain weist eine hohe Dichte an international anerkannten Institutionen im Bereich der zeitgenössischen Fotografie auf, dazu zählen renommierte Sammlungen, Ausbildungs- und Ausstellungseinrichtungen. Dieses Potential soll künftig durch die im mehrjährigen Turnus wiederkehrende Veranstaltung fruchtbar gemacht werden. RAY-Sprecherin Luminita Sabau über das Projekt: „Frankfurt und Fotografie – eine Geschichte mit Tradition nimmt jetzt Form an. Dass sich so viele hochkarätige Partner zusammengeschlossen haben, verspricht eine interessante Diskussion und zugleich geballte Power für ein Medium, das sich immer wieder neu erfindet. Frankfurt/RheinMain soll zukünftig als Fotografie-Zentrum auf der internatio- nalen Landkarte der Kunst- und Kulturmetropolen fest etabliert werden.“
Foto: Norfolk, Simon, Former teahouse, Kabul, 2001
Link: www.ray2012.de
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