Mit Socialist Modernism legt Roman Bezjak eine hochinteressante und umfassende Studie zur historischen Baukultur urbaner Landschaften Osteuropas vor.
Während der Westen den zu Stein gewordenen Zeugen von Planwirtschaft und sozialistischer Moderne mit Skepsis begegnet, wirft Roman Bezjak, der 1962 in Slowenien geboren wurde, einen unvoreingenommenen Blick auf die Architektur des Kommunismus. Nach der Erstellung von preisgekrönten Fotoreportagen für Geo und das F.A.Z. Magazin konzentrierte Bezjak seine Reisetätigkeit in den vergangenen fünf Jahren auf Ost- und Südosteuropa. Mit der Großbildkamera fotografierte er Wohnungsbauten, funktionale Einrichtungen, Hotels und Kulturpaläste an vertrauten und fremden Orten von Tallin bis Tirana, von Dresden bis Dnjepropetrowsk. In Serien entsteht dadurch eine Art Archäologie der Nachkriegsmoderne ohne ostalgische Verklärung, denn auch die Abnutzung der Utopie und ihre Ankunft im Alltag werden sichtbar. Hatje Cantz Verlag, 160 Seiten, 76 Abb. in Farbe, gebunden, 39,80 Euro, ISBN 978-3-7757-3188-1.
Link: www.hatjecantz.de
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