Im Kunsthaus Zürich wurde der höchstdotierte europäische Kunstpreis, der Roswitha Haftmann-Preis, der amerikanischen Künstlerin Cindy Sherman übergeben. Filmemacher Harun Farocki erhielt einen Sonderpreis.
Vor rund 400 Gästen übergab Stiftungsratspräsident Christoph Becker gestern den
mit 150.000 Schweizer Franken (etwa 125.000 Euro) dotierten Preis. Cindy Sherman ist die zwölfte Persönlichkeit, der der Kunstpreis zuteilwurde. Für die Jury ist sie nach Andy Warhol die bedeutendste Künstlerin der filmischen und fotografischen Selbsterforschung. Die Auszeichnung geht auf die Initiative der Galeristin Roswitha Haftmann (1924-1998) zurück. Seit 2001 vergibt ihre Stiftung den Preis an lebende Künstlerinnen und Künstler, deren Werk von überragender Bedeutung ist. Darüber hinaus wurde ein Sonderpreis an den in Berlin lebenden Regisseur Harun Farocki in Höhe von 75.000 Schweizer Franken (etwa 62.400 Euro) vergeben. Der 1944 im heutigen Tschechien geborene Autor, Dozent und Filmemacher, dessen Arbeiten in Ausstellungen und Museen gezeigt werden, nahm den Preis persönlich aus der Hand von Stiftungsratspräsident Christoph Becker entgegen.
Foto: Cindy Sherman an der Preisverleihung im Kunsthaus Zürich, Foto © Caroline Minjolle
Link: www.roswithahaftmann-stiftung.com
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