Für die Sony World Photography Awards 2010 waren mehr als 80.000 Fotos aus 148 Ländern eingegangen. Gleich zwei deutsche Fotografen landeten in den Profi-Kategorien auf den ersten Plätzen. Peter Franck siegt in der Profi-Kategorie Landschaft und Philipp Lohöfener gewinnt mit seiner Fotoserie „Stasi-Gefängnis“ den Preis für die beste Architekturfotografie.
Peter Franck schaffte es bereits bei den Sony World Photography Awards 2008 auf die Nominierungsliste und 2009 in der Kategorie Werbung ins Finale. Bei den diesjährigen Awards war er gleich in zwei Kategorien Werbung und Landschaft nominiert, wobei er in letzterer den begehrten Award abräumte. In der ProfiFoto Ausgabe 12/09 war Perter Franck mit einem Portfolio vertreten. Franck wurde in Überlingen geboren und hat ein Studium der Malerei und Grafik absolviert, zunächst an der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg und anschließend an der Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart, seiner jetzigen Heimatstadt. Francks Fotoserie „Bildjäger“, die in der Kategorie Landschaft gewann, entstand an beliebten Zielorten für Foto-Touristen, wie etwa dem Yosemite National Park in Kalifornien.
Die in der Kategorie Architekturfotografie siegreiche Fotoserie „Stasi-Gefängnis“ von Philipp Lohöfener wurde im ehemaligen Gefängnis Hohenschönhausen aufgenommen, das von der ostdeutschen Staatssicherheit genutzt wurde. Philipp Lohöfener wurde in Bielefeld geboren und hat an der Fachhochschule Bielefeld Fotografie studiert. Seit 2001 lebt und arbeitet er in Berlin. Seit einigen Jahren beschäftigt Lohöfener sich in seinen Arbeiten immer wieder mit der besonderen, fühlbaren Präsenz scheinbar verlassener Orte: so auch in der prämierten Bildserie über das Gefängnis Hohenschönhausen.

Die weiteren Gewinner 2010
Mit dem begehrten L’Iris d’Or und dem Titel „Sony World Photography Awards Photographer of the Year“ wurde der italienische Fotograf Tommaso Ausili ausgezeichnet. Er konnte die Jury mit seiner Fotoserie „The Hidden Death“ (Der verborgene Tod) in der Kategorie Zeitgenössische Themen überzeugen. Ausili konnte ein Preisgeld in Höhe von 25.000 Dollar und eine Kameraausrüstung von Sony in Empfang nehmen.
Die weiteren Gewinner der Profi-Kategorien sind:
Fotojournalismus und Dokumentarfotografie: Walter Astrada (Argentinien) für Zeitgeschehen, Scott Barbour (Neuseeland) für Sport, Tommaso Ausili (Italien) für Zeitgenössische Themen, Paolo Pellegrin (Italien) für Kunst und Unterhaltung; Kommerzielle Fotografie: Martin Brent (Vereinigtes Königreich) für Werbung, David Handley (Vereinigtes Königreich) für Mode, Mohammad Golchin (Iran) für Musik; Fine Arts: Philipp Lohöfener (Deutschland) für Architektur, Tommaso Bonaventura (Italien) für Porträt, Renhui Zhao (Singapur) für Konzeptkunst und bildende Kunst, Pere Pascual (Spanien) für Naturkunde, Peter Franck (Deutschland) für Landschaft.
Auch in der Amateur-Kategorie war ein deutscher Fotograf äußerst erfolgreich. Der in Sibirien geborene und in München lebende Fotograf Vitali Seitz wurde mit dem Titel „Sony World Photography Awards Amateur Photographer of the Year“ ausgezeichnet.
Die Fotos aller Gewinner sowie sämtliche Bilder, die es in die diesjährige Vorauswahl geschafft haben, werden bis zum 27. April 2010 beim World Photography Festival in Cannes ausgestellt. Anschließend werden sie im Rahmen der Sony World Photography Awards Global Tour gezeigt – einer Wanderausstellung, die 2010 und 2011 rund um die Welt geht. Alle Bilder sind außerdem als Bildergalerie im Internet unter www.worldphotographyawards.org einsehbar. Fotos für die Sony World Photography Awards 2011 können ab 28. Mai 2010 eingereicht werden.
Bildnachweis:
Foto 1 (oben): Philipp Lohöfener - Sony World Photography Awards 2010
Foto 2 (mitte):Peter Franck - Sony World Photography Awards 2010
Link: www.worldphotographyawards.org
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