Warum bleiben einige Fotos besser im Gedächtnis haften als andere? Dieser Frage gingen Forscher der Camebridge Universität Massachusetts nach und fanden eine verblüffend einfache Antwort.
Szenische Fotos, so gelungen diese auch komponiert und fotografiert sind, bieten nicht so einen hohen Erinnerungswert, wie Fotos in denen Menschen zu sehen sind. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie der Hirnforscher der Camebridge Universität Massachusetts. Das Forscherteam ging aber noch einen Schritt weiter und entwickelte aus den Untersuchungsergebnissen der mehreren hundert Probanten einen Computer-Algorithmus, der Fotos nach ihrem Erinnerungswert in ein Bewertungssystem einordnet. Ein solcher Algorithmus kann vor allem für Bildredakteure und Grafiker von Nutzem sein, die auf diesem Wege mit einer speziellen Bildauswahl Layouts mit hohen Erinnernungsfaktor erzeugen können.
Bereits in einer früheren Studie entdeckten die Forscher, dass sich das menschliche Gehirn an tausenden Fotos und darin gezeigte Details erinnern kann. Allerdings konnten nicht alle Bilder gleich gut erinnert werden. Dieser Fragen gingen die Forscher nun mit dieser Studie auf den Grund. Dazu wurde ein Bildbestand von 10.000 Motiven jeglicher Art – von der Innenarchitekturaufnahme, über Straßenszenen bis zur Naturfotos zusammengetragen und eine Auswahl per PC den Probanten gezeigt. Diese sollten ein Taste drücken, wenn sie sich an ein Motiv erinnerten. Je häufiger ein Bild wiedererkannt wurde desto höher der Erinnerungswert. Danach baten die Forscher die Probanden die Bildelemente zu benennen, die im Gedächtnis haften geblieben waren. Es entstanden so pro Bild spezifische „Memorability Maps“, die per Computer ausgewertet werden konnten und Aufschluss über Bildelemente geben, die ein Bild einprägsam machen. An erster Stelle sind dies Menschen im Bild, gefolgt von Orten, die von Menschen geprägt oder gestaltet wurden sowie Nahaufnahmen von Objekten. Den geringsten Erinnerungswert haben Landschaften, es sei denn, etwas Ungewöhnliches wie ein schräg gewachsener Baum sind Teil des Motivs.
Anhand dieser Datenbasis und mit Hilfe von verschiedenen statistischen Analysetools entwickelten die Forscher den Computer Algorithmus, der Bilder und deren Erinnerungswert analysiert und dabei auch wiederkehrende Muster wie Farbigkeit oder Aufteilung der Bildecken in die Berechnung der Erinnerungswerte mit einbezieht. Dieser Algorithmus gibt also direkte Rückmeldung inwieweit ein Foto einen hohen Erinnerungswert hat. Dies könnte beispielsweise in einer iPhoneApp eingesetzt werden, die direkt vor oder nach dem Druck auf den Auslöser den Erinnerungswert des jeweiligen Fotos verrät.
Link: web.mit.edu/newsoffice/2011/memorable-images-0524.html
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Fotos mit Erinnerungswert
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