Der Orient ist zu einer historischen Kategorie geworden und steht in nostalgischer Rückwendung unter anderem für ein utopisches, vermeintlich archaisches Märchenland. Zeitgenössische Künstlerinnen und Künstler greifen die Bilder des Orients auf und setzen damit ein Vexierspiel zwischen Authentizität, Historizität und Fiktion in Gang. Das Symposium setzt sich mit diesen künstlerischen Konzeptionen auseinander. Im ersten Teil wird über das Medium Fotografie in seiner Bedeutung für die Orientdarstellung diskutiert, der zweite Teil widmet sich der Frage, welche Bilder vom Orient die Massenmedien heute produzieren. Die dritte Sektion erörtert die zeitgenössische künstlerische Auseinandersetzung mit dem Topos Orient. Das Symposium Fotografischer Orient findet im Rahmen der Ausstellung Shirin Neshat (1.Oktober - 4.Dezember) statt und setzt einen Schwerpunkt des Hamburger Bahnhofs zu transkultureller Kunst fort, ZU den Vortragenden zählen unter anderem Bodo von Dewitz, Leiter der Fotografischen Sammlung, Museum Ludwig Köln, Regina Goeckede, Wissenschaftliche Assistentin TU Cottbus, Alexandra Karentzos, Junior-Professorin für Kunstgeschichte an der Universität Trier, Birgit Käufer, Kunsthistorikerin Münster, Volker Lensch, Chef der Bildredaktion des Magazins Stern, Viktoria Schmidt-Linsenhoff, Professorin für Kunstgeschichte an der Universität Trier, Britta Schmitz, Kuratorin Hamburger Bahnhof sowie Akram Zaatari, Künstler aus Beirut. Das Symposium findet am Samstag, den 5. November von 10-18 Uhr im Aktionsraum, Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart, in Berlin statt.
Link: www.hamburgerbahnhof.de
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