Neunplus präsentiert am 23.1. um 19 Uhr einen Vortrag von Wolfgang Zurborn zum Thema „Die Erfindung des Realen“ mit anschließender Diskussionsrunde.
Das hervorstechende Merkmal der Fotografie liegt in ihrer scheinbar direkten Affinität zum Bild der realen Welt. Visuell vermittelte Wirklichkeitsnähe und Realitätsferne sind die - keineswegs unumstrittenen �Pole fotografischer Kunst. Die Vorstellung, mit ihr ein eindeutiges Bild der Wirklichkeit schaffen zu können, muss aber - aus vielerlei Gründen �kritisch reflektiert werden. Keine konkrete fotografische Arbeit kann losgelöst von dem subjektiven Schaffensprozess und seinen ästhetischen und erkenntnistheoretischen Kriterien gesehen werden. Das individuelle Interesse an bestimmten Situationen, Wertsetzungen und Wahrnehmungen ist eine unverzichtbare Voraussetzung für die lebendige Entwicklung einer fotografischen Handschrift. Nur aus einer selbst Schritt für Schritt erschlossenen Perspektive kann Wirklichkeit bewusst in ein aussagekräftiges Bild gesetzt werden.
Wolfgang Zurborn ist neben seiner fotografischen Tätigkeit Mitbegründer der Galerie Lichtblick in Köln, Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Photographie und der Deutschen Fotografischen Akademie, sowie in der fotografischen Lehre tätig (zuletzt Gastprofessur an der Hochschule der Künste in Bremen). Seine Arbeiten sind in zahlreichen Sammlungen vertreten (u.a. Museum Folkwang, Sammlung F.C.Gundlach,..). Er wird sowohl über seine eigene fotografische Arbeit, als auch über seine Erfahrungen in der Lehre sprechen. Wolfgang Zurborn wird voraussichtlich 2007 auch ein Seminar in Berlin anbieten. Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei.
Link: www.wolfgangzurborn.de
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