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  adf Imaging Symposium 2010: Crossmedia

Während der technologische Wandel von analoger zu digitaler Fotografie längst vollzogen ist, stellt der aktuelle, mediale Wandel professionelle Fotografen vor neue Herausforderungen. Welche Perspektiven sich Profis im Cyberspace bieten und wie Fotografie jenseits der Gutenberg Galaxis der Printmedien aussehen muss, zeigte das adf Imaging Symposium 2010 in Essen.und 300 professionelle Fotografinnen und Fotografen erlebten Ende Februar in der Essener Zeche Zollverein die aktuelle Neuauflage des adf Imaging Symposium zum Thema Crossmedia. Für Fotografen bedeutet Crossmedia die Produktion von Bildern, die sowohl im Print, als auch – in animierter Form – im Internet eingesetzt werden können. „Online Medien erfordern multimedial aufbereitete, interaktive Bilder“, so Moderator Thomas Gerwers. „Derzeit wandern immer mehr Etats von Print ins Internet, gleichzeitig bietet aktuelle Kameratechnik Fotografen die Option, auch bewegte Bilder zu liefern.“ Welche Chancen und Risiken diese Entwicklung bietet, zeigten die Referenten des Symposiums aus der Praxis für die Praxis.

Dass klassische Katalogfotografie von gestern ist, machte Thomas Krull von den OTTO Fotostudios deutlich. Pro Jahr erstellen Krull und sein Team mehr als 23.000 Aufnahmen. Neben Bildern für das klassische Katalogsegment stehen dabei zunehmend interaktive Flash-Darstellungen wie Matrix und Object Movies sowie Catwalk Clips und Video-Inszenierungen im Fokus. „Unsere Kunden schätzen den Mix aus Kreativität, Qualität und strukturiertem Arbeiten. Mit unseren Ideen setzen wir Maßstäbe im Bereich Produktinszenierung“, so Thomas Krull.

Maßstäbe beim Storytelling im Internet setzt dagegen MediaStorm. Jessica Stuart präsentierte eindrucksvolle Beispiele für die erzählerische Kraft, die die Kombination von Fotografie, Video, Sprache und Grafik zu einer einzigen Plattform und als mediengerechte Möglichkeit zum »Storytelling« im Internet entfalten kann. Weder Fotos, noch Videos, sondern eher ein Medium für sich, eine multimediale Darstellungsform, die sich den Anforderungen des Internets perfekt anpasst, demonstrierte Ole Leifels mit seinen Kubikfotos. Das gleichnamige Bremer Studio plant, seine Technologie für die Erstellung fotobasierter Erlebniswelten weiterzuentwickeln und so auch anderen Anwendern zur Verfügung zu stellen.

Die Herstellung fotorealistischer Darstellungen mittels 3D-Programmen war Thema von Prof. H.-M. Jostmeier, FH Nürnberg: „Technikgläubigkeit und das technisch gerade Machbare zu nutzen, um spektakuläre Effekte zu erzielen, ist kein Qualitätsmaßstab. Die Formulierung des Inhaltes und die Idee ist entscheidend“, so der CGI-Spezialist. Prof. Dipl.-Ing. Matthias Pfaff, FH Kaiserslautern, erläuterte, welches Spezialwissen aus den unterschiedlichsten Disziplinen aktuell notwendig ist, um professionelle interaktive Anwendungen zu erstellen. Anhand studentischer Arbeiten des Studiengangs Virtual Design entführte er die Teilnehmer in fotobasierte Erlebniswelten.

Mut zum Experimentieren mit der Filmfunktion der Canon EOS 5D Mark II und anderen Modellen machte

Richard Walch. Der auf Actionbilder in Schnee und Wasser spezialisierte Fotograf dreht mit seiner DSLR beeindruckende HD Videos, von denen eines aktuell sogar als Werbeclip im Fernsehen zu sehen ist. Warum Canon selbst bei Profi-Filmern mit der EOS 5D Mark II für Furore sorgt, erklärte Kameramann Stefan Czech. Kleiner Nebeneffekt für den Filmer: „ ... nach sehr kurzer Zeit hatte ich die Liebe zum Fotografieren wieder entdeckt.“

Wer den Event verpasst hat, kann eine Zusammenfassung online sehen: In Kürze erscheint auf fototv.net eine Sondersendung zum adf Imaging Symposium 2010.


Link: www.adf.de
02.03.2010










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