„Die Drift ins Epische“

Was passiert, wenn Journalisten an ihre Grenzen kommen und Genres übertreten. Hendrik Neubauer wandert kurz vor der Buchmesse noch mal an seinem Bücherregal entlang. Er blättert „Ungefragt“ in Werken, die nicht mehr dokumentarisch zu nennen sind. Diese „Bildbände“ sind im Wesentlichen literarische Werke. Da ist er ja. Der „Atlas der Angst“. Ich erinnere mich gerne an den lauen Samstagabend im Mai 2017. Ich besuchte die Abendveranstaltung der Freelens-Hauptversammlung in der Kölner Südstadt. Ebenjener „Atlas der Angst“ stand auf dem Programm. Dirk Gieselmann (Text) und Armin Smailovic (Foto) stellten ihre Momentaufnahme der deutschen Gegenwart vor. Beide sind sie erfahrene Reporter. Gemeinsam haben sie 100 deutsche Orte besucht. Getroffen haben sie Geflüchtete, Überlebende der Pariser Attentate oder einfach Personen mit einer politischen Meinung. Auch „besorgte Bürger“ und Neonazis waren darunter. Und die beiden sind nicht nur in die Metropolen gefahren. Nein, auch in die sogenannten Kuhkäffer, wie es in Schleswig-Holstein immer so … „Die Drift ins Epische“ weiterlesen