Mit dem ProFilm Pro-F30C bringt Fidak Nederland einen neu produzierten C-41-Filmprozessor für Fachlabore und Fotohändler auf den europäischen Markt. Premiere feiert das System vom 2. bis 4. Oktober auf der Imaging World 2026 in Nürnberg.
Während die Nachfrage nach analoger Fotografie wieder wächst, arbeitet ein großer Teil der Labore weiterhin mit älteren Noritsu- oder Fujifilm-Prozessoren. Gerade bei Maschinen, die seit zwei Jahrzehnten oder länger im Einsatz sind, werden Ersatzteilversorgung, Verschleiß und Betriebssicherheit zunehmend zum Problem. Fidak positioniert den ProFilm Pro-F30C deshalb als fabrikneue Alternative zu revidierten Gebrauchtmaschinen.
Technisch orientiert sich das Konzept an der bekannten Noritsu QSF-V30, wird nach Angaben des Anbieters jedoch vollständig neu mit modernen Komponenten und aktueller Steuerungselektronik gefertigt. Zwei unabhängige Entwicklungsbahnen ermöglichen eine Kapazität von bis zu 30 Filmen pro Stunde. Verarbeitet werden können unter anderem 135er-Kleinbild, 120er-Rollfilm, 110 sowie APS/IX240; die Formaterkennung erfolgt automatisch.
Für kleinere Labore interessant ist auch der vergleichsweise unkomplizierte Installationsaufwand. Der Prozessor benötigt keinen Starkstromanschluss, sondern arbeitet mit 230 Volt bei 14 Ampere. Die Stellfläche beträgt laut Fidak rund 0,5 Quadratmeter. Zur Ausstattung gehören ein Leader-Card-Transportsystem, Temperaturregelung, automatische Chemienachfüllung, integrierte Abfallentsorgung und ein grafisches Bedienfeld.
Die ersten Seriengeräte wurden bereits im August und September 2026 an europäische Kunden ausgeliefert. Neben dem Pro-F30C bietet Fidak den Pro-F30C+ mit Push-/Pull-Entwicklung an. Eine separate Version für klassische Schwarzweißentwicklung, der Pro-F30BW, soll Ende Oktober folgen.
Auf der Imaging World 2026 zeigt Fidak den ProFilm Pro-F30C in Halle 12.0 am Stand 342. Damit dürfte das System vor allem für Fachlabore und Händler interessant sein, die ihre analoge Filmentwicklung modernisieren wollen, ohne weiterhin auf jahrzehntealte Gebrauchttechnik angewiesen zu sein.
















