DxO Labs und Affinity by Canva rücken enger zusammen. Mit PhotoLab 10.1 lassen sich entwickelte RAW-Dateien künftig mit einem Klick direkt in das native Affinity-Format exportieren – inklusive Ebenen und auf Wunsch mit dem unbearbeiteten Original als zusätzliche Referenzebene.
DxO PhotoLab 10.1 markiert den ersten Schritt einer neuen Partnerschaft zwischen DxO und Affinity. Ziel ist ein durchgängiger Workflow von der RAW-Entwicklung bis zu Retusche, Compositing und Layout, ohne dass Fotografen zwischen verschiedenen Dateiformaten wechseln müssen.
Nach der Entwicklung in PhotoLab kann das Bild direkt als native .af-Datei an Affinity übergeben werden. Dort stehen anschließend die Werkzeuge der Pixel-, Vektor- und Layout-Studios zur Verfügung. Affinity übernimmt damit all jene Arbeitsschritte, für die ein RAW-Konverter nicht gedacht ist: lokale Retusche, Ebenenbearbeitung, Compositing, Typografie und Seitenlayout.
Original als zweite Ebene
Interessant ist vor allem die Option, neben dem vollständig entwickelten Bild auch das unbearbeitete Ausgangsfoto als zweite Ebene in die Affinity-Datei einzubinden. Dadurch bleibt das Original jederzeit als Referenz verfügbar und kann beispielsweise maskiert, überblendet oder direkt mit der bearbeiteten Version verglichen werden.
PhotoLab bleibt dabei die zentrale Instanz für die RAW-Entwicklung. Affinity übernimmt anschließend die ebenenbasierte Weiterbearbeitung. Damit positionieren sich beide Programme klar komplementär statt konkurrierend.
RAW bis Layout ohne Abo
Die Kooperation ist auch deshalb bemerkenswert, weil sie zwei unterschiedliche Softwarekonzepte miteinander verbindet. DxO setzt weiterhin auf seine kamerabasierten Objektiv- und Sensormodule sowie auf klassische RAW-Entwicklung, während Affinity inzwischen als kostenlose All-in-one-App von Canva angeboten wird.
Wer Affinity bislang nicht nutzt, kann die Software direkt aus PhotoLab heraus einrichten. Dafür ist lediglich ein kostenloses Canva-Konto erforderlich. Affinity steht derzeit für macOS und Windows kostenlos zur Verfügung; eine iPad-Version ist für November angekündigt.
DxO-Gründer Jérôme Ménière beschreibt die Integration entsprechend als vollständigen Workflow „von der RAW-Datei bis zur fertigen Seite“ – ausdrücklich ohne Abonnement.
Weitere Integrationen geplant
Bei PhotoLab soll es nicht bleiben. DxO kündigt bereits weitere Affinity-Integrationen für das eigene Produktportfolio an. Als nächstes ist die Nik Collection vorgesehen. Auch die Unterstützung des .af-Formats innerhalb von PhotoLab soll noch vor Jahresende weiter ausgebaut werden.
Damit könnte aus der zunächst vergleichsweise einfachen Exportfunktion schrittweise ein enger verzahnter Workflow zwischen beiden Softwarewelten entstehen.
Kostenloses Update
DxO PhotoLab 10.1 steht allen Nutzern von PhotoLab 10 als kostenloses Update zur Verfügung. PhotoLab 10 ist für macOS und Windows erhältlich; DxO bietet eine 30-tägige Testversion an.
Affinity ist für macOS und Windows kostenlos verfügbar und erfordert lediglich ein kostenloses Canva-Konto.
















