Die Imaging World wechselt nach zwei Ausgaben in Nürnberg den Standort: Ab 2027 findet das Festival für Fotografie, Video und Content Creation auf dem Gelände der Koelnmesse statt. Gleichzeitig erhält die Veranstaltung einen neuen Namen: „Imaging World inspired by photokina“. Die Premiere in Köln ist für den 24. bis 26. September 2027 angekündigt.
Die Koelnmesse und RINGFOTO haben die neue Kooperation am 2. Oktober im Rahmen der TIPA World Awards Ceremony auf der Imaging World 2026 in Nürnberg bekannt gegeben. Ab kommendem Jahr übernimmt die Koelnmesse die Veranstalterrolle, während RINGFOTO als zentraler Partner eng in die Weiterentwicklung des Formats eingebunden bleibt.
Die Imaging World wurde von RINGFOTO als Mischung aus Produktausstellung, Live-Erlebnis, Workshops und Community-Event entwickelt. Nach den beiden Nürnberger Ausgaben soll das Konzept nun in Köln auf eine größere internationale Plattform gehoben werden.
RINGFOTO will dabei insbesondere die Verbindung aus klassischer Messeausstellung, interaktiven Playgrounds sowie Workshop- und Seminarprogramm fortführen. Geschäftsführer Thilo Röhrig sieht den Wechsel nach Köln als nächsten Entwicklungsschritt des Formats.
Die Koelnmesse wiederum bringt ihre internationale Messeinfrastruktur und jene Branchenkontakte ein, die über Jahrzehnte rund um die photokina entstanden sind. Geschäftsführer Oliver Frese verweist dabei auf die internationale Erreichbarkeit Kölns und das Medien- und Kreativumfeld der Stadt.
Keine neue photokina
Der Namenszusatz „inspired by photokina“ dürfte in der Fotobranche zwangsläufig besondere Aufmerksamkeit erzeugen. Eine Wiederbelebung der früheren Weltleitmesse soll die Imaging World allerdings ausdrücklich nicht sein.
Nach Angaben der Veranstalter bleibt sie ein eigenständiges Format. Der Verweis auf die photokina soll vielmehr an die langjährige Imaging-Tradition Kölns und die dort aufgebauten internationalen Netzwerke anknüpfen.
- Thilo Röhrig (Geschäftsführer RINGFOTO GmbH & Co. KG) und Oliver Frese (Geschäftsführer der Koelnmesse)
Damit setzt die Koelnmesse nicht auf eine Rückkehr zum klassischen Großmesse-Modell der photokina, sondern übernimmt ein bereits bestehendes, stärker erlebnis- und communityorientiertes Konzept.
Fotografie soll auch in Köln zentraler Bestandteil der Veranstaltung bleiben. Gleichzeitig umfasst das Konzept mehr als Kameras und Objektive. Video, Audio, Licht, Software, Printing, Smartphone-Anwendungen und Technologien für die Content-Produktion gehören bereits heute zum Themenspektrum und sollen weiter ausgebaut werden.
Besucher sollen Produkte nicht nur sehen, sondern direkt ausprobieren können. Workshops, Live-Formate und der Austausch mit Herstellern, Handel, professionellen Anwendern und Kreativen bleiben deshalb wichtige Bestandteile.
Für die Industrie soll die Veranstaltung zugleich mehrere Zielgruppen zusammenführen: Fachhandel, professionelle Fotografen und Filmer, ambitionierte Endverbraucher und Content Creator.
Der Umzug eröffnet dem Veranstaltungsformat neue Möglichkeiten. Die Koelnmesse verweist neben ihrer Infrastruktur auf die ausgeprägte Medien-, Hochschul- und Kreativszene der Stadt. Perspektivisch sind auch Formate außerhalb des Messegeländes vorgesehen, darunter Fotowalks und Community-Aktivitäten im Kölner Stadtgebiet.
Damit könnte sich die Imaging World stärker zu einem stadtübergreifenden Imaging-Festival entwickeln und zugleich jene Verbindung zwischen Industrie, Handel und Anwendern beibehalten, auf der das bisherige Konzept basiert.
Welche Unternehmen 2027 teilnehmen und wie Programm und Ticketmodell konkret aussehen werden, wollen Koelnmesse und RINGFOTO zu einem späteren Zeitpunkt bekannt geben.


















