Will McBride war der erste Fotograf, dessen Werke 1957 im Amerika Haus gezeigt wurden. Aus diesem Grund eröffnet C/O Berlin das Gebäude im Herbst 2014 mit seinen Bildern und präsentiert erstmals rund 100 zum Teil nie ausgestellte Fotografien aus seinem Gesamtwerk mit dem Schwerpunkt auf Berlin nach dem Zweiten Weltkrieg. Will McBride, geboren 1931 in St. Louis, Missouri/USA, studierte Malerei, Illustration und Kunstgeschichte in New York und Philologie in Berlin. Er war als Reportagefotograf von Weltruf für deutsche und internationale Magazine tätig und veröffentlichte zahlreiche Fotobücher, darunter das legendäre Aufklärungsbuch „Zeig mal“. Seit Mitte der 1970er Jahre ist er überwiegend als Maler und Bildhauer tätig. Er lebt und arbeitet in Berlin. Berlin Ende der 1950er Jahre ist für Will McBride ein anregender, fabelhafter Ort und in seinen Grautönen kompletter Gegensatz zu seiner Heimat. Die Stadt ist Quelle seiner Inspiration, die ihn in eine fiebrige Spannung versetzt. Während in seinen frühen Fotografien ein gewisses Staunen und Befremden über diese „wahnsinnige“ Stadt und deren surealen Kriegsfolgen zu spüren ist, weicht seine Distanz in den kommenden Jahren einer unmittelbaren Nähe, die emotionale, vitale Porträts und Reportagen hervorbringt.
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