Bis zum 20. März 2016 zeigt das Landesmuseum Bonn eine spannende Ausstellungen mit Bildern des deutschen Fotografen Boris Becker, der sich als Becher-Schüler, längst in die Rige der bedeutenden Fotografen wie Andreas Gursky, Thomas Struth und Candida Höfer aus dieser Kaderschmiede gesellt hat. Das LandesMuseum konzentriert sich in seiner Ausstellung vor allem auf die Serie Staged Confusion, die das Thema der scheinbar absoluten Unordnung in privaten, gewerblichen und öffentlichen Räumen visualisiert. Die Serie zeigt Motive aus den Bereichen Konstruktion, Landschaft und Architektur. Mit der Untersuchung offensichtlich chaotischer Szenarien in Innen und Außenaufnahmen vermittelt Boris Becker die Ambivalenz geordneter und ungeordneter Räume und Situationen.
Die großformatigen Fotoarbeiten der unterschiedlichen Werkgruppen werfen einerseits die Frage nach der Bedeutung gesellschaftlich anerkannter Ordnungsparameter auf und vermitteln andererseits in sich schlüssige, rein visuell funktionierende Bildsysteme. Ergänzt wird die Ausstellung durch frühe Werke, die in einem korrespondierenden Dialog zueinander stehen.
Zur Ausstellung erscheint ein Katalog mit einem Essay von Gérard A. Goodrow im Sieveking Verlag München zum Preis für 29 Euro (Buchhandel) und 19,90 Euro (Museum, während der Laufzeit der Ausstellung).
Boris Becker wurde1961 geboren in Köln und lebt und arbeitet in Köln. Von 1982 bis 1984 studierte er an der Hochschule der Künste Berlin bei Prof. Wolfgang Ramsbott und von 1984 bis1990 absolviert er ein Studium an der Kunstakademie Düsseldorf bei Prof. Bernd Becher und war 1988 Meisterschüler bei Prof. Bernd Becher. Von 2004 bis 2006 hatte Boris Becker eine Gastprofessur für Fotografie an der Hochschule für Künste Bremen und von 2010 bis 2011 eine Vertretungsprofessur für Fotografie an der Kunsthochschule für Medien Köln.
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