Zehn Berliner Galerien erhalten den EMOP Gallery Concept Award 2026/27 für Ausstellungsvorhaben zur zeitgenössischen künstlerischen Fotografie. Der von der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe anlässlich von 200 Jahren Fotografie vergebene Preis ist mit insgesamt 100.000 Euro dotiert. Die prämierten Projekte werden im kommenden Frühjahr beim EMOP Berlin gezeigt.
Mehr als 50 Galerien hatten sich mit Ausstellungskonzepten für den European Month of Photography 2027 beworben. Eine internationale Fachjury wählte daraus zehn Projekte aus, die nach ihrer Einschätzung beispielhaft für die Qualität und Vielfalt der Berliner Galerieszene sowie für aktuelle Entwicklungen der künstlerischen Fotografie stehen.
Zu den drei erstplatzierten Galerien gehören – zunächst noch ohne Bekanntgabe der endgültigen Reihenfolge – Galerie Molitor, Galerie Thomas Fischer und Klemm’s. Welches Haus den mit 25.000 Euro dotierten ersten, den mit 18.000 Euro ausgestatteten zweiten beziehungsweise den dritten Preis in Höhe von 15.000 Euro erhält, wird im November auf der Paris Photo bekanntgegeben.
Weitere Auszeichnungen in Höhe von jeweils 6.000 Euro gehen an BQ, ChertLüdde, Dorothée Nilsson Gallery, Galerie Anton Janizewski, Galerie FWR FeldbuschWiesnerRudolph, Loock Galerie und Shahin Zarinbal.
Die Jury bestand aus Nela Eggenberger, Gründerin und Herausgeberin von P.IN.E.A – Photography, Intermedia, Et Al. in Wien, Florian Ebner, Leiter der fotografischen Sammlung des Musée national d’art moderne – Centre Pompidou in Paris, sowie Maren Lübbke-Tidow, Künstlerische Leiterin des EMOP Berlin.
In ihrem Statement hebt die Jury insbesondere jene Galerien hervor, die fotografische Positionen selbstverständlich in genreübergreifende Programme integrieren. Ausgezeichnet wurden Konzepte von Künstlern, die Grenzbereiche des Mediums ausloten und damit den Status des Fotografischen immer wieder neu befragen.
Der Award richtet sich an gewerblich arbeitende Berliner Galerien, die sich kontinuierlich für zeitgenössische Fotografie engagieren. Prämiert werden eigens für den EMOP 2027 entwickelte Ausstellungsvorhaben. Zugleich versteht sich die Förderung als Anerkennung der Rolle von Galerien als Vermittler künstlerischer Positionen und als Akteure des Kunstmarkts.
Die Bekanntgabe der ersten drei Plätze auf der Paris Photo 2026 verweist dabei bewusst auf Frankreich als Ursprungsland der Fotografie und schlägt zugleich eine Brücke zum 40-jährigen Jubiläum der Städtepartnerschaft Berlin–Paris im Jahr 2027.
Alle zehn ausgezeichneten Ausstellungsvorhaben werden vom 4. März bis 4. April 2027 im Rahmen des EMOP Berlin – European Month of Photography präsentiert. Das Festival bringt Galerien, Museen, Projekträume, Hochschulen und Künstler zusammen und versteht sich als Plattform für die künstlerische, theoretische und institutionelle Weiterentwicklung fotografischer Bildpraxen.
















