Die etablierte Erzählung über L. Fritz Gruber setzt zu spät ein. Sie beginnt dort, wo ihr Protagonist bereits zu jener Figur geworden ist, als die ihn die Fotogeschichte erinnert: als großen Ausrichter der photokina-Bilderschauen, internationalen Vermittler, Sammler und Spiritus Rector der Deutschen Gesellschaft für Photographie. Was davor liegt, schrumpft in vielen biografischen Darstellungen auf wenige Sätze zusammen. Dabei könnte gerade diese Vorgeschichte erklären, weshalb Gruber nach 1945 so schnell zu einer Schlüsselfigur der westdeutschen Fotografie werden konnte. Lange bevor er große Bilderschauen inszenierte, beschäftigte er […]
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