Mit dem FUJINON XF400mmF4.5 R LM OIS WR erweitert Fujifilm sein X-System um eine vergleichsweise kompakte Supertele-Festbrennweite. Das 400-mm-Objektiv entspricht an den APS-C-Kameras der X-Serie einem Bildwinkel von 609 mm im Kleinbildformat, bietet eine Lichtstärke von F4.5 und wiegt dennoch nur rund 1.245 Gramm. Damit richtet es sich insbesondere an Fotografen aus den Bereichen Wildlife, Sport und Luftfahrt.
Die Kombination aus langer Brennweite und moderatem Gewicht ist das zentrale Merkmal des neuen XF400mmF4.5. Gerade bei Supertele-Objektiven entscheidet neben der Abbildungsleistung zunehmend auch die Mobilität darüber, ob sich eine Optik über längere Zeit aus der Hand einsetzen lässt. Fujifilm setzt deshalb auf eine Konstruktion, bei der die Linsenelemente so angeordnet sind, dass eine ausgewogene Gewichtsverteilung erreicht wird.
Mehr Reichweite per Telekonverter
Die nominellen 400 mm Brennweite lassen sich mit den beiden Telekonvertern des X-Systems noch deutlich erweitern. In Verbindung mit dem FUJINON XF1.4X TC WR entstehen 560 mm, was einem Kleinbildäquivalent von rund 853 mm entspricht. Mit dem XF2X TC WR werden daraus 800 mm beziehungsweise rund 1.219 mm KB.
Der optische Aufbau besteht aus 21 Elementen in 14 Gruppen. Zum Einsatz kommen zwei Super-ED- sowie vier ED-Linsen, die insbesondere die bei langen Telebrennweiten kritischen chromatischen Aberrationen reduzieren sollen. Fujifilm positioniert die Festbrennweite entsprechend am oberen Ende des optischen Leistungsniveaus seiner XF-Objektivserie.
5,5 Stufen Stabilisierung
Für Freihandaufnahmen verfügt das XF400mmF4.5 über einen optischen Bildstabilisator, der nach CIPA-Messverfahren bis zu 5,5 EV-Stufen kompensieren soll. Eine höhere Abtastgenauigkeit und die überarbeitete Mechanik des Stabilisierungssystems sollen gerade bei der extrem engen Bildwirkung des Superteleobjektivs für eine präzise Korrektur von Verwacklungen sorgen.
Der Autofokus arbeitet mit Innenfokussierung und Linearmotor. Da nur eine vergleichsweise kleine Fokusgruppe bewegt werden muss, soll die Scharfstellung schnell und nahezu geräuschlos erfolgen. Das ist nicht nur bei schnellen Motiven, sondern auch für hybride Foto-/Video-Anwendungen interessant.
Zusätzliche Bedienelemente unterstützen typische Arbeitsweisen in der Sport- und Naturfotografie. Über eine Fokus-Voreinstellung lässt sich eine Entfernung speichern und unmittelbar wieder aufrufen. Ein Fokusbegrenzer beschränkt den AF bei Bedarf auf Motive ab fünf Metern Entfernung und soll damit unnötige Fokusfahrten verhindern. Über eine Fokus-Steuerungstaste an der Vorderseite kann zudem eine zuvor definierte AF-Funktion aufgerufen werden.
Für den Außeneinsatz
Auch bei der Konstruktion orientiert sich Fujifilm an den Anforderungen professioneller Telefotografie. Insgesamt 20 Dichtungspunkte schützen das Gehäuse gegen Staub und Spritzwasser, der Betrieb ist laut Hersteller bis minus zehn Grad Celsius möglich. Die Frontlinse besitzt außerdem eine wasser- und schmutzabweisende Fluorvergütung.
Mit dem XF400mmF4.5 schließt Fujifilm eine Lücke zwischen mobilen Telelösungen und den besonders reichweitenstarken XF-Objektiven. Der Hersteller sieht sein Angebot an Supertele-Festbrennweiten damit für Bildwinkel im Bereich von rund 300 bis über 760 mm KB aufgestellt. In Kombination mit Telekonvertern lässt sich die Reichweite noch erheblich darüber hinaus erweitern.
Das FUJINON XF400mmF4.5 R LM OIS WR soll ab Mitte September 2026 in Silber erhältlich sein. Die unverbindliche Preisempfehlung beträgt 2.899 Euro.

















