EPA Images und Canon starten ein gemeinsames Stipendienprogramm für angehende Fotojournalistinnen. Zwei Bewerberinnen erhalten die vollständigen Teilnahmegebühren für das zwölfmonatige „Advanced Programme in International News Photography“ der EPA Academy in Frankfurt. Bewerbungen sind bis zum 20. September 2026 möglich.
Mit dem Canon-EPA Young Female Photojournalist Scholarship wollen die internationale Bildnachrichtenagentur EPA Images und Canon jungen Frauen den Einstieg in den professionellen Fotojournalismus erleichtern. Die beiden Vollstipendien übernehmen die kompletten Teilnahmegebühren für den Jahrgang 2026/2027 der EPA Academy. Das Programm beginnt am 15. Oktober 2026 und läuft über zwölf Monate.
Ausbildung nah am Redaktionsalltag
Das „Advanced Programme in International News Photography“ ist so angelegt, dass es sich mit Beruf oder Studium verbinden lässt. Vorgesehen sind monatliche dreitägige Intensivseminare, zusätzliche Online-Sessions sowie ein Praktikum bei EPA Images.
Die Ausbildung findet überwiegend in der Zentrale der Nachrichtenagentur in Frankfurt statt. Die Teilnehmer arbeiten dort direkt mit erfahrenen Fotojournalisten und Bildredakteuren aus dem internationalen Agenturgeschäft zusammen. Damit geht das Programm über eine rein fotografisch-technische Weiterbildung hinaus und vermittelt zugleich redaktionelle Abläufe und Anforderungen professioneller Nachrichtenfotografie.
Gerade dieser Praxisbezug dürfte für Berufseinsteiger entscheidend sein. Im internationalen Fotojournalismus reicht technische Qualität allein längst nicht aus. Bildauswahl, journalistische Einordnung, Geschwindigkeit, Verlässlichkeit und die Fähigkeit, unter redaktionellen Bedingungen zu arbeiten, gehören ebenso zum Berufsbild.
Wer sich bewerben kann
Das Stipendium richtet sich an angehende Fotojournalistinnen mit Wohnsitz in Deutschland. Bewerberinnen müssen entweder jünger als 25 Jahre sein oder in einem einschlägigen Studiengang eingeschrieben sein. Darüber hinaus werden fließende Deutschkenntnisse vorausgesetzt, da die Stipendiatinnen auch bei der Produktion von Social-Media-Inhalten mitwirken sollen. Für die Teilnahme an den Kursen der EPA Academy sind zudem gute Englischkenntnisse erforderlich.
Die Bewerbungsfrist endet bereits am 20. September 2026.
Mehr als die Kursgebühr
Canon übernimmt im Rahmen der Partnerschaft nicht nur die beiden Vollstipendien. Der Hersteller stellt den Teilnehmern des aktuellen Jahrgangs außerdem Kameraausrüstung leihweise zur Verfügung. Hinzu kommt ein zusätzlicher Workshop im Canon Customer Experience Center in Krefeld.
Damit verbindet das Programm drei Ebenen, die für den Einstieg in den Beruf relevant sind: Ausbildung, praktische Redaktionserfahrung und Zugang zu professioneller Technik.
EPA-Präsidentin und CEO Julia R. Arévalo sieht das Programm ausdrücklich als Instrument, um mehr weibliche Perspektiven in den internationalen Fotojournalismus zu bringen. Ziel sei es, finanzielle Einstiegshürden zu beseitigen und gleichzeitig Fachwissen, Ausrüstung und praktische Agenturerfahrung zu vermitteln.
Nachwuchsförderung in einem schwierigen Berufsfeld
Das Stipendium kommt zu einem Zeitpunkt, an dem der professionelle Fotojournalismus vor erheblichen strukturellen Veränderungen steht. Klassische Medienbudgets stehen unter Druck, gleichzeitig wächst die Bedeutung visueller Nachrichtenformate auf digitalen Plattformen. Für den Nachwuchs wird deshalb nicht nur fotografisches Können wichtiger, sondern auch die Fähigkeit, sich in internationalen, multimedialen Redaktionsstrukturen zu bewegen.
Genau hier setzt die EPA Academy an. Als Bildungsinitiative einer global tätigen Nachrichtenagentur kann sie Einblicke in Arbeitsweisen vermitteln, die sich in klassischen Fotoausbildungen nur schwer simulieren lassen.
EPA Images wurde 1984 von sieben europäischen Nachrichtenagenturen gegründet und arbeitet heute mit einem weltweiten Netzwerk visueller Journalisten. Das Archiv umfasst nach Angaben der Agentur mehr als 13 Millionen Bilder; täglich kommen über 2.000 Fotos und rund 80 Videos hinzu.
Das gemeinsame Scholarship von EPA und Canon ist damit weniger ein klassischer Fotowettbewerb als ein gezieltes Einstiegsprogramm in den professionellen Nachrichtenbetrieb. Für junge Fotojournalistinnen, die diesen Weg ernsthaft verfolgen wollen, dürfte gerade die Kombination aus Ausbildung, Redaktionserfahrung und internationalem Netzwerk interessant sein.
Bewerbung und weitere Informationen:
epaimages.com
















