Ein Jahr nach der Einführung der Lomo MC-A feiert Lomography seine analoge 35-mm-Kompaktkamera mit zwei limitierten Sondereditionen. Die Lomo MC-A Noir kombiniert ein glänzend schwarzes Metallgehäuse mit strukturiertem schwarzem Leder, während die Lomo MC-A Gold Plated mit echter Vergoldung und braunem Leder auftritt. Gleichzeitig hat der Hersteller die Kamerafunktionen auf Grundlage von Rückmeldungen aus der Analog-Community überarbeitet. Die Sondermodelle kosten 549 beziehungsweise 599 Euro.
Mit der Lomo MC-A hatte Lomography im vergangenen Jahr eine kompakte Kleinbildkamera vorgestellt, die klassische analoge Fotografie mit zeitgemäßer Bedienung verbindet. Die Kamera richtet sich an Fotografen, die bewusst auf Film arbeiten möchten, dabei aber nicht auf Autofokus, Belichtungsautomatik oder kreative Eingriffsmöglichkeiten verzichten wollen.
Nach Angaben von Lomography wurden seit der Markteinführung mindestens 15.872 Filmrollen mit der Lomo MC-A belichtet. Die Erfahrungen der Nutzer flossen in die Weiterentwicklung des Kamerakonzepts ein.
Zum ersten Geburtstag präsentiert der österreichische Hersteller nun zwei Sondereditionen, die sich technisch am bekannten Modell orientieren, gestalterisch jedoch unterschiedliche Akzente setzen.
Noir und Gold Plated
Die Lomo MC-A Noir setzt auf ein glänzend schwarzes Metallgehäuse, ergänzt durch strukturiertes schwarzes Leder. Ihr zurückhaltendes Erscheinungsbild erinnert an klassische hochwertige Kleinbildkameras.
Deutlich auffälliger präsentiert sich die Lomo MC-A Gold Plated. Ihre tatsächlich vergoldeten Gehäuseteile werden mit dunkelbraunem Leder kombiniert und verleihen der Kamera eine betont luxuriöse Erscheinung.
Beide Ausführungen werden nur in begrenzter Stückzahl produziert. Die Noir kostet 549 Euro, die Gold Plated 599 Euro. Zum Vergleich: Die reguläre silberne Lomo MC-A ist für 499 Euro erhältlich.
Technisch entsprechen die Sondereditionen dem Grundmodell. Im Mittelpunkt steht das vollständig einziehbare, mehrfach vergütete 32-mm-Objektiv mit einer Lichtstärke von f/2,8. Seine optische Konstruktion besteht aus fünf Linsenelementen in fünf Gruppen.
Mit der moderaten Weitwinkelbrennweite eignet sich die Kamera insbesondere für Street Photography, Reisefotografie, Reportagen und spontane Alltagssituationen.
Autofokus und manuelle Kontrolle
Die Lomo MC-A bietet sowohl einen Autofokus als auch eine manuelle Zonenfokussierung. Die Naheinstellgrenze beträgt 40 Zentimeter.
Bei der Belichtungssteuerung können Fotografen zwischen drei Betriebsarten wählen: Vollautomatik, Zeitautomatik mit Blendenvorwahl und manueller Einstellung.
Die Blende lässt sich zwischen f/2,8 und f/16 wählen. Der Verschluss bietet im Automatikbetrieb Zeiten von 1/500 Sekunde bis zu 20 Sekunden. Im manuellen Modus stehen Verschlusszeiten zwischen einer Sekunde und 1/500 Sekunde sowie eine Bulb-Funktion für Langzeitbelichtungen zur Verfügung.
Ein integrierter Blitz mit verschiedenen kreativen Blitzmodi erweitert die fotografischen Möglichkeiten. Über einen PC-Synchronanschluss lassen sich außerdem externe Blitzgeräte verwenden.
Zu den weiteren Funktionen gehören Mehrfachbelichtungen, ein Selbstauslöser sowie die automatische Erkennung DX-codierter Filme. Die Filmempfindlichkeit kann alternativ manuell zwischen ISO 12 und ISO 3200 eingestellt werden.
Der Filmtransport erfolgt klassisch über einen manuellen Spannhebel, was den bewusst analogen Charakter der Kamera unterstreicht.
Verbesserungen durch Community-Feedback
Neben den beiden Sondereditionen hat Lomography mehrere Funktionen der Lomo MC-A überarbeitet.
Das Einlegen des Films wurde vereinfacht. Zudem bleiben die gewählten Kameraeinstellungen nun bis zum nächsten Einschalten gespeichert, was den Umgang mit der Kamera im Alltag erleichtern soll.
Im Automatikmodus priorisiert die Kamera jetzt eine Blende von f/3,5. Damit soll eine größere Schärfentiefe erreicht werden, als dies bei konsequenter Nutzung der Offenblende möglich wäre.
Auch die Informationsanzeige wurde angepasst: Beim halben Durchdrücken des Auslösers bleiben die Angaben auf dem LCD-Display etwas länger sichtbar.
Die Änderungen gehen laut Lomography unmittelbar auf Erfahrungen und Anregungen der internationalen Nutzergemeinschaft zurück.
Welche dieser Anpassungen auch für bereits verkaufte Kameras verfügbar sind und ob gegebenenfalls Aktualisierungen vorgenommen werden können, geht aus der Herstellerinformation nicht hervor.
Lederzubehör und Jubiläumsangebote
Passend zu den beiden Sondereditionen bietet Lomography neues Zubehör aus echtem Leder an.
Dazu gehören eine Kamerahalbtasche mit Trageriemen, ein Etui für Objektivfilter und eine kleine Tasche für Farbfilter des integrierten Blitzgeräts. Die Zubehörteile sind auf die Abmessungen der Lomo MC-A abgestimmt.
Im Rahmen einer zeitlich begrenzten Jubiläumsaktion erhalten Käufer der limitierten Modelle ein Glasfilterset kostenlos. Beim gemeinsamen Kauf mit der Lederhalbtasche und dem Trageriemen werden weitere Lederaccessoires als Zugabe angeboten.
Alternativ ist ein Zubehörbundle erhältlich, bei dem Lomography einen Rabatt von 40 Prozent auf das komplette Lederzubehörset gewährt.
Die Kameras werden aktuell zur Vorbestellung angeboten. Die Auslieferung ist nach Angaben des Herstellers für Dezember 2026 vorgesehen.
Ein Statement für die Analogfotografie
Die Einführung der beiden Sondereditionen begleitet Lomography mit einer offensiv analogen Botschaft. Der Hersteller versteht die Lomo MC-A als Gegenentwurf zu einer Fotografie, die zunehmend durch digitale Bildverarbeitung, künstliche Intelligenz und automatisierte Perfektion geprägt wird.
Seit der Formulierung seiner zehn goldenen Regeln im Jahr 1992 setzt Lomography auf Spontaneität, Experimentierfreude und einen möglichst unmittelbaren fotografischen Ausdruck.
Mit den sogenannten zehn Deklarationen lomographischer Freiheit führt das Unternehmen diese Philosophie fort. Im Mittelpunkt stehen die kreative Freiheit und die Vorstellung, dass Fotografie allen Menschen offenstehen sollte.
Dabei ist die Lomo MC-A keineswegs eine nostalgische Reproduktion historischer Kameratechnik. Ihre Kombination aus Autofokus, elektronischer Belichtungssteuerung, kreativen Blitzfunktionen und klassischem Kleinbildfilm zeigt vielmehr, dass sich zeitgemäßer Bedienkomfort und analoge Bildgestaltung nicht ausschließen müssen.
Die limitierten Ausführungen Noir und Gold Plated verleihen diesem Konzept zum ersten Geburtstag eine zusätzliche gestalterische Dimension.
https://shop.lomography.com/de/cameras/classics



















