Die Serie fleurs photgraphiées umfasste circa 300 Aufnahmen, die für Adolphe Braun Braun (1812 – 1877) den Durchbruch auf der Pariser Weltausstellung des Jahres 1855 bedeuteten. Die Münchner Galerie f5,6 zeigt die Bilder bis zum 9. April 2016. Adolphe Braun gehört zu den wichtigsten Fotografen des 19. Jahrhunderts. Den Weg zur Fotografie fand er über die Arbeit in der Textilindustrie. Er zeichnete Vorlagen zur Stoffgestaltung und wechselte aufgrund der technischen Möglichkeiten zur Fotografie. Das Glasnegativ ermöglichte die Vervielfältigung seiner inszenierten Arrangements und damit eine weitreichende Verbreitung der Fotografien nicht nur unter Textilherstellern, sondern auch bald unter Malern und Zeichnern. Nach den fleurs photographiées erschien l’Alsace photgraphiée (1859), Vues d’Alsace (1860) und Costumes de Suisse (1869).
Die Arbeiten von Adolphe Braun stehen repräsentativ für die Beziehung von Kunst und Kommerzialität im 19. Jahrhundert. Die Fotografien sind unter anderem in den Sammlungen des Metropolitan Museum of Art, J. Paul Getty Museum und dem Musée d’Orsay zu finden. Ende dieses Jahres widmet das Stadtmuseum München Adolphe Braun eine Ausstellung, die alle Arbeitsbereiche des Künstlers umfassen wird.
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