Der aktuelle Snapshot Branchenbericht von Aftershoot zeigt, wie stark sich der Einsatz von KI-gestützten Workflows inzwischen auf den Alltag professioneller Bildproduzenten auswirkt – insbesondere bei Auswahl, Bearbeitung und Retusche.

Snapshot ist der jährliche Branchenreport von Aftershoot und basiert auf aggregierten, anonymisierten Daten von Hunderttausenden Fotografen. Analysiert werden unter anderem Bildvolumen, Zeitaufwand in der Nachbearbeitung und die Rolle von Automatisierung vor dem Hintergrund immer kürzerer Abgabefristen.
Laut den ausgewerteten Daten wurden im Jahr 2025 über Aftershoot insgesamt 8,8 Milliarden Bilder verarbeitet. Die Zahlen verdeutlichen, dass Automatisierung längst nicht mehr nur als Komfortfunktion betrachtet wird, sondern als Antwort auf ein Produktionsniveau, das manuell kaum noch effizient zu bewältigen ist.

Im Durchschnitt reduzierten Fotografen ihren Zeitaufwand für die Nachbearbeitung um 473 Stunden – das entspricht rund zwölf Arbeitswochen. Hochgerechnet auf 188.000 aktive Anwender summiert sich die Einsparung auf 89 Millionen Stunden. Für den einzelnen Fotografen entspricht das knapp 59 zusätzlichen Arbeitstagen, die nicht mehr in Routineklicks, sondern in kreative Arbeit, Kundenkommunikation oder private Zeit investiert werden konnten.
Der Snapshot Report macht außerdem sichtbar, wie stark sich das Aufnahmeverhalten verändert hat. Serienaufnahmen, Sicherheitsbilder und hohe Redundanz gehören längst zum Standard, während die manuelle Sortierung bei den entstandenen Mengen an ihre Grenzen stößt.
Im Jahresverlauf sortierten Fotografen mithilfe der Tools 6,8 Milliarden Aufnahmen aus und entfernten 1,24 Milliarden Duplikate – etwa jedes sechste aufgenommene Bild. Das zeigt nicht nur, wie groß das Datenvolumen geworden ist, sondern auch, wie viel Zeit in klassischen Workflows allein durch Sichtung und Vorauswahl gebunden wird.

Die Zeitgewinne verteilen sich laut Bericht auf mehrere Prozessschritte: 40 Millionen Stunden Einsparung durch KI-gestützte Bildauswahl, 36 Millionen Stunden durch schnellere Bearbeitungsprozesse, 13 Millionen Stunden durch automatisierte Retusche.
In Summe ergibt sich daraus ein deutlicher Effekt auf Durchlaufzeiten und Produktionssicherheit: Automatisierung hilft, steigende Arbeitslasten zu bewältigen, Deadlines einzuhalten und gleichzeitig eine konsistente Qualität zu sichern.
Aftershoot-Gründer Harshit Dwivedi ordnet die Entwicklung entsprechend ein: KI sei angesichts steigender Arbeitslasten und kürzerer Abgabefristen von einer optionalen Hilfe zu einem zentralen Bestandteil eines nachhaltig arbeitenden Kreativgeschäfts geworden. Die Einsparung von 89 Millionen Stunden sei dabei mehr als eine Kennzahl – sie stehe für Zeit, die wieder für kreative Arbeit, Kunden und das Leben abseits des Bildschirms genutzt werden könne.
Neben der Zeitersparnis weist der Snapshot Report auch eine wirtschaftliche Dimension aus. Durch die Automatisierung von Auswahl, Bearbeitung und Retusche konnten Fotografen 2025 schätzungsweise 212 Millionen US-Dollar einsparen. Davon entfielen 68,4 Millionen US-Dollar auf die Auswahl und 134,5 Millionen US-Dollar auf die Bearbeitung.
Damit wird deutlich: Gerade die Bildbearbeitung ist traditionell der größte Zeitfresser – und zugleich der Bereich mit dem größten Potenzial für Kostensenkung und langfristige Stabilität im Geschäft.
Mitgründer Justin Benson betont, dass der Arbeitsumfang von Fotografen seit Jahren wachse, während sich die Taktung beschleunige. Lösungen wie Aftershoot ermöglichten es, dieses Wachstum zu bewältigen, ohne dauerhaft auszubrennen. Der Snapshot Report zeige, welchen Unterschied es mache, wenn Technologie wiederkehrende Aufgaben übernimmt und Fotografen sich stärker auf ihre eigentliche Arbeit konzentrieren können.








